Haltung von Pferden gesetzlich geregelt

Dopingmittel verboten - höchstzulässiges Gesamtgewicht für beladene Kutschen

Wien (OTS) Wer Pferde betreut, muss dafür auch die
notwendigen Kenntnisse besitzen; Pferde müssen täglich die Möglichkeit zu ausreichender Bewegung haben und dürfen, wenn sie krank oder verletzt sind, nicht zu Tätigkeiten wie Ziehen einer Kutsche verwendet werden. Das sind einige der Bestimmungen aus
einer neuen Verordnung der Wiener Landesregierung über die Haltung von Pferden. Diese Verordnung, die auf dem Wiener Tierschutzgesetz basiert, ist im Landesgesetzblatt Nr. 51/1999 kundgemacht worden
und tritt mit 1. Jänner 2000 in Kraft.****

Sie enthält außerdem u.a. Regelungen über die richtige Haltung der Tiere, die Beschaffenheit der Boxen und die Belüftung der Ställe. Verboten sind Stacheldraht zum Einzäunen von Weiden und elektrisch geladene Abschrankungen von Ständen und Boxen.

Genug Licht und Luft im Stall, trockene Einstreu, Grenzwerte für den Lärm in jenem Bereich, in dem die Pferde untergebracht sind, aber auch die Möglichkeit zu Sozialkontakten - Hör-, Sicht-und Geruchskontakt - bei Einzelaufstellung von Pferden sollen das Wohlbefinden der Vierbeiner sichern. Geeignetes Futter und entsprechende Sauberkeit der Tiere, aber auch der Ställe sind ebenso Pflicht für PferdehalterInnen wie ausreichende Trinkwasserversorgung bei den Standplätzen für Fiakerpferde und andere Zugpferde. Die "Pferdeverordnung" enthält übrigens auch die Bestimmung, dass das Gesamtgewicht einer Kutsche, die die Tiere ziehen müssen, höchstens dreimal so hoch sein darf wie das gesamte Gewicht aller vorgespannten Pferde. Dopingmittel sind untersagt,
die Verwendung gesundheitsschädlicher Hufbeschläge und jede Verstümmelung von Pferden (etwa das Kürzen der Schwanzrübe) ist -außer aus veterinärmedizinischen Gründen - verboten. Geschirr, Sattel, Zäume dürfen nicht zu Verletzungen führen, der Einsatz von Ausrüstungsgegenständen, die das Tier verletzen können - z.B. Zaum-Gebisskombinationen - ist nicht erlaubt. Pferden sind auch entsprechende Ruhepausen zu gönnen. Und sie dürfen nur dann dauernd im Freien gehalten werden, wenn sie gesund sind und einen entsprechenden Witterungsschutz vorfinden.

Das Landesgesetzblatt LGBl mit dem Text der Verordnung erhält man gegen Bezahlung auf folgenden Wegen:

o Das LGBl und kann man direkt in der MA 6-Drucksortenstelle der

Stadthauptkasse, Rathaus, Stiege 7, Hochparterre, Tür 103 kaufen o Zusendungen des LGBl sind per Nachnahme über den Presse- und

Informationsdienst, Rathaus, 1082 Wien, Telefon 4000/81026 Durchwahl möglich.

Der jeweils aktuelle Gesetzestext ist außerdem innerhalb von etwa zwei Wochen nach Erscheinen des LGBl in wien.online zu
finden: www.wien.at/mdva/wrivts/
(Schluss) hrs

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