Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" Feiertag

Ausgabe 5.12.1999

Klagenfurt (OTS) - Statt daheim mit den Nachwuchs-Christkindln
Kekse zu backen und das Haus mit einem heimeligen Duft zu erfüllen oder den Tag sonst wie im Kreise der Lieben zu verbringen, werden am kommenden Marienfeiertag, dem 8. Dezember, wieder zahlreiche Handesangestellte - das sind nun einmal vornehmlich Frauen - hinter den Ladentischen stehen. Absolut freiwillig, versteht sich, dafür haben die Arbeitnehmervertreter gesorgt. Der Handel will und kann auf diesen "fünften Einkaufssamstag" nicht mehr verzichten. Die Konsumenten offenbar auch nicht, denn wozu offen halten, wenn keiner hingeht. Dass von Nicht-Hingehen nicht die Rede sein kann, zeigen die Erfahrungen der Vorjahre. Was sie noch gezeigt hat, ist aber, dass vor allem die großen Einkaufstempel profitieren, für die Kleinen hielt sich der Profit in Grenzen. Eine gute Besucherfrequenz in den Kaufhäusern heißt auch nicht zwangsläufig, dass mehr gekauft wird, denn das Geld, das für Weihnachtsausgaben zur Verfügung steht, unterliegt da keiner wundersamen Vermehrung. Vielleicht täte es gut, im allgemeinen Einkaufstaumel einmal innezuhalten und über den Sinn und Unsinn des Schenkens nachzudenken. Zu denken geben sollte auch eine Studie der Arbeiterkammer Oberösterreich: Demnach wollen 40 Prozent der Handesangestellten wegen der belastenden Rahmenbedingungen - Ladenöffnungszeiten etc. - ihren Job wechseln. Längst sind auch die Adventsonntage und Sonntagsarbeit ohne Zuschläge im Visier des Handels. Und mit der Freiwilligkeit ist das bekanntlich auch so eine Sache.

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