Dasch vor VÖZ-Generalversammlung: Verband muss "Arbeit leisten, welche das Geschäft der Medienpolitik wäre"

Wien (OTS) - * G E S P E R R T bis 2.12., 15.00 Uhr *

Als Interessenvertretung der Printmedien müsse der
VÖZ zunehmend "die Arbeit leisten, welche das Geschäft der Medienpolitik wäre", merkte VÖZ-Präsident Max Dasch anläßlich der 47. Ordentlichen Generalversammlung des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ), die am 2. Dezember in Wien stattfand, kritisch an. Denn gerade bei heiklen Fragen demonstriere die Politik "ein Minimum an Bereitschaft zum Lösen und Handeln". Der VÖZ vertritt gegenwärtig 15 Tageszeitungen sowie 64 Wochenzeitungen und Magazine.

Der Verband peile die komplette Abschaffung der Werbesteuer an, nachdem "Kirchturmpolitik und provinzielles Besitzdenken den Weg zu einer mittelfristigen Lösung bei der Werbesteuer blockiert und sabotiert haben", betonte der VÖZ-Präsident. Neben der Abschaffung der Anzeigenabgabe gehören eine die Vielfalt sichernde Reform der Presseförderung, eine zeitgemäße und an die technische Entwicklung angepasste Sicherung der Urheberrechte sowie die Realisierung des vom Verband ausgearbeiteten "Österreichischen Privat-TV-Modells" zu dem Zeitpunkt, zu dem privates terrestrisches Fernsehen in Österreich rechtlich möglich wird, zu den grundlegenden Zielsetzungen des VÖZ in der nächsten Zeit. Dieses Modell sieht Privat-TV-Fenster in ORF 2 und Magazinleisten im Abendprogramm vor, die "in völliger Eigenverantwortung" gestaltet werden. Wesentlich sind laut Dasch bei diesem Modell vor allem die Gesichtspunkte der "österreichischen Identität, der heimischen Wert- und Programmschöpfung, der überschaubaren Finanzierbarkeit sowie der Bewahrung der bestehenden Medienstrukturen".

"Meilenstein in der Geschichte der Sozialpartnerschaft"

In seinem Rechenschaftsbericht behandelte der VÖZ-Präsident unter anderem die Vereinbarung des Verbandes mit dem ORF als "ordnungspolitischen Schulterschluss" aus dem Bekenntnis zu gemeinsamen übergeordneten Zielen heraus sowie den Spezialkollektivvertrag und den Gesamtvertrag für ständige freie Mitarbeiter, die mit der Journalistengewerkschaft abgeschlossen wurden, die unter dem Aspekt der langfristigen Sicherung der Branche und ihrer Arbeitsplätze einen "Meilenstein in der Geschichte der Sozialpartnerschaft" darstelle.

Die ausgesprochen erfolgreiche Arbeit des Vereins "Zeitung in der Schule" - "Wir sind in dieser Disziplin europaweit Spitze" (Dasch) -, die Schaffung des Concordia-Preises für Pressefreiheit sowie das Engagement als Mitveranstalter der "Alpbacher Mediengespräche", die 1999 erstmals durchgeführt wurden, seien für das Selbstverständnis des Verbandes wichtige Zukunftsinitiativen.

Handbuch "Presse 1999" - VÖZ-Tätigkeitsbericht in neuer Form

Der traditionelle Tätigkeitsbericht des VÖZ ist heuer anläßlich der Generalversammlung in neuer Form erschienen. Er präsentiert sich als Handbuch "Presse 1999" und ist in fünf Großkapitel - Zur Situation der Presse, Schwerpunkte der Verbandsarbeit, Pressefreiheit, Zukunft der Zeitung sowie Multimediale Perspektiven - untergliedert sowie mit einem reichhaltigen Anhang versehen. 25 Autoren referieren und analysieren in über 30 Beiträgen auf 400 Seiten wesentliche Entwicklungen, außerdem bietet das Handbuch neben der aktuellen Pressestatistik und einer übersichtlichen Jahreschronik "Zeitungen im Zeitraffer" auch umfangreiches Datenmaterial. In grundsätzlichen Beiträgen werden u.a. Fragen der Medienethik vor dem Hintergrund Neuer Medien und branchenfremder Informationsanbieter behandelt, neue Bedrohungen für die Freiheit der Meinungsäußerung ausgeleuchtet, Aspekte der multiplen Medienzukunft aufgezeigt und Einflüsse des Medienumfeldes auf die Werberezeption dargelegt.

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