Gewerbeverein: Vorher denken, Herr prov. Finanzminister

Wien (OTS) - Der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) hat bereits in mehreren Aussendungen auf die Fragwürdigkeit der Steuerreform 2000 hingewiesen. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) hatte in einer Studie schlüssig bewiesen, dass die Steuerreform 2000 ein "Schuß nach hinten" ist.

- Die Steuerreform 2000 löst - auch nicht ansatzweise -Österreichs Strukturprobleme: WIFO wies nach, dass von den 32,5 Mrd. öS Entlastung nur 3,5 Mrd. öS auf die Förderung des Wirtschaftsstandortes und der Beschäftigung entfallen.

- Investitionen werden durch die Steuerreform 2000 nicht zusätzlich getätigt.

- Die Arbeitslosenquote sinkt um lediglich 0,1 Prozentpunkte, bzw. es werden nur 9300 neue Arbeitsplätze geschaffen.

- Dafür wird mit 29 Mrd. öS der private Konsum angeheizt.

- WIFO sieht dieses Geld großteils ins Ausland abfließen - die Leistungsbilanz wird nachhaltig negativ beeinflußt werden.

Dass vor Wahlen "Zuckerln" verteilt wurden, ist verständlich. Genützt hat e= s der Umverteilerpartei nichts. Unverständlich ist für den ÖGV die Verantwortungslosigkeit, mit der die langfristige Perspektive der heimischen Wirtschaft vernachlässigt und strukturverbessernde Chancen mit der Steuerreform 2000 vertan wurden.

Eine Einsparungskommission, zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt, würde jetzt - bei mehr Verantwortung auch schon früher - den Weg weisen, wo die zig-Milliarden Schilling zur Budgetsanierung 2000 herzukommen haben. Der "Rasenmäher" als Regulierungsinstrument war schon bisher die unkreativste Methode. Wichtig ist aber auch, dass die Selbstbeweihräucherung der österreichischen Politik nun ein Ende hat: Im internationalen Benchmarking - Klima hat diese= s Instrument wenige Tage vor seinem überraschenden Antritt als Bundeskanzler in der WKÖ als Allheilmittel gepriesen - liest sich Österreichs Performance mickrig: Das gilt für NAP bis Budgetkonsolidierung.

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