Verbund schützt Trinkwasser-Ressourcen für die Zukunft

Österreich verfügt über enorme Potentiale des wichtigsten "Lebensmittels"

Wien (OTS) - Der Verbund, Österreichs größter Stromerzeuger und -transporteur, ist nicht nur der umweltfreundlichste Groß-Stromproduzent Europas. "Unser Unternehmen, ein Wasserkraftkonzern, leistet auch einen wesentlichen Beitrag zum Schutz und zur Erhaltung österreichischer Trinkwasser-Reserven für die Bevölkerung dieses Landes", erklärte Dipl.-Ing. Dr. Herbert Schröfelbauer, stellvertretender Sprecher des Verbund-Vorstands, heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz in Wien.****

Der Verbund hat im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte im Zusammenhang mit dem Kraftwerksbau stets auch wesentliche Mittel in die Siedlungswasserwirtschaft investiert. Allein für Verbesserung und Ausbau von Trinkwasseranlagen entlang der Donau wurden im Zusammenhang mit dem Kraftwerksbau rund eine Milliarde Schilling investiert.

Die Österreicherinnen und Österreicher verbrauchen derzeit zusammen jährlich 750 Millionen Kubikmeter Trinkwasser. Die Donau-Alpen-Republik ist "gesegnet" mit erheblichen Ressourcen des wichtigsten aller Lebensmittel - reines Trinkwasser. Nur 1 % des verbrauchten Trinkwassers stammt aus - weniger geschütztem und jedenfalls aufzubereitendem - Oberflächenwasser.

Quantitativ hat Österreichs Trinkwasserversorgung auf lange Sicht keinerlei Probleme. "Erhebliche Reserven ,schlummern‘ noch im Umfeld einiger der 71 Verbund-Wasserkraftwerke", sagte Schröfelbauer.

Entlang jener österreichischen Flüsse, an denen die 57 Laufkraftwerke des Verbund arbeiten, sind erhebliche Ressourcen vorhanden. So bergen die Ufer und Terrassen an der Enns ein noch ungenutztes Potential von rund 50 Mio. Kubikmeter pro Jahr. Die Ennskraft, ein gemeinsames Tochterunternehmen von Energie AG Oberösterreich und Verbund, beliefert seit 1996 die Wassergenossenschaft der Gemeinde Kronstorf mit bis zu 10 Litern Trinkwasser pro Sekunde.

Aus dem donaunahen Grundwasser könnten jährlich 60 Mio. Kubikmeter Trinkwasser gewonnen und damit mehr als eine Million Österreicher mit nitratarmem und pestizidfreiem Trinkwasser versorgt werden. Während der Grenzwert für Nitrat im österreichischen Trinkwasser derzeit 50 Milligramm/Liter beträgt, sind im donaunahen Grundwasser durchschnittlich nur 15 mg/l enthalten. Pestizide sind gar nicht nachweisbar.

Wertvolle Reserven bestehen auch im Einzugsgebiet der 14 alpinen Speicherkraftwerke des Verbund. Ein gutes Beispiel ist die vom Verbund vor zehn Jahren errichtete Pilotanlage in Kaprun mit einer Leistung von 6.000 Kubikmetern Wasser pro Jahr. Dieses kann im Winter mit einfachen Sandfiltern gereinigt werden. Während der Monate der Weidewirtschaft ist eine Aufbereitung erforderlich. Mit dieser Anlage gelang auch ein Nachweis der Eignung von österreichischen Speicherseen als Trinkwasserreservoirs.

Grundsätzlich ist das Grundwasser aus Österreichs flußnahen Grundwasserströmen von höchster Qualität. Eine Aufbereitung ist meist nur aus optischen (Verfärbungen durch Eisen oder Mangan) oder geschmacklichen (Mineralmangel) Gründen unumgänglich, nicht jedoch aus hygienischen Erfordernissen.

Ein wichtiger Beleg dafür ist das in Bau befindliche Grundwasserwerk "Donauinsel Nord" der Stadt Wien. Der Verbund trägt allein dafür im Zuge des Donaukraftwerksbaues Freudenau 400 Mio. ATS bei.

Die Ressource Trinkwasser muß für die Zukunft vor allem qualitativ vorbeugend gesichert werden, zumal es in einigen wenigen Regionen schon seit längerem Grundwasserprobleme aufgrund von Altlasten bzw. intensiver Landwirtschaft gibt. Somit kommt auch einer geordneten Abwasserentsorgung und dem damit verbundenen Gewässerschutz große Bedeutung zu.

Um den Gemeinden bei der Umsetzung kostenoptimierter Alternativen zu helfen, ist seit rund einem Jahr die "Novum Wassertechnik GmbH", eine 50:50-%-Tochter von Verbund und der deutschen SHW Hölter Wassertechnik GmbH, erfolgreich am österreichischen Markt tätig.

"Die Novum weist derzeit einen Auftragsstand von rd. 260 Mio. ATS auf", sagte Geschäftsführer Dipl.-Ing. Manfred Freitag. Damit ist sie in Österreich Marktführer am kommunalen Abwasserbereich. Derzeit wird auch der Markt im Bereich Trinkwasserversorgung sondiert.

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