Ordinationshilfe, die Krebsbefunde fälschte, ist zurechnungsfähig

Erste Bilanz des Skandal: 21 Frauen mußten operiert werden. Vorausmeldung NEWS Nr. 48/99 vom 2.12.1999

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe berichtet, liegt nun das psychiatrische Gutachten zum Fall jener Ordinationshilfe vor, die in der Praxis eines Linzer Gynäkologen rund 100 Krebsbefunde verfälscht haben will. Demnäch ist die 31jährigf Astrid S. voll zurechnungsfähig. Bei der Frau läge zum Zeitpunkt der Taten weder "eine schwere Persönlichkeitsbeeinträchtigung noch eine Persönlickeitsdestruktion" vor.

Astrid S. selbst erklärt in ihren in NEWS zitierten Einvernahmen, dass "sie mit den Patientinnen mitgefühlt hätte" und ihnen die "schlechten Nachrichten" ersparen wollte. Mittlerweile liegt auch eine erste Bilanz der möglichen gesundheitlichen Folgen der Affäre vor. Bislang mussten sich 21 Frauen einem chirurgischen Eingriff unterziehen, einer 35jährigen Patientin musste dabei sogar die gesamte Gebärmutter entfernt werden. Im Prozeß, der voraussichtlich im Frühsommer 2000 beginnen wird, soll nun geklärt werden, ob es einen medizinisch kausalen Zusammenhang zwischen den manipulierten Laborergebnissen und den notwendig gewordenen Eingriffen besteht.

Astrid S. arbeitet mittlerweile bei einem Wiener Architekten und ist auf freiem Fuß angezeigt. Ihr drohen im Falle einer Verurteilung bis zu fünf Jahren Haft.

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