Motz: Technologie wird künftig zum wichtigsten Wirtschaftspotential

Rahmenbedingungen müssen darauf abgestimmt werden

St. Pölten, (SPI) - "Die Zukunft wird von einer "Wissensgesellschaft" geprägt werden. Außerdem zeigt uns der Wandel der Zeit immer mehr, dass nur eine Industriepolitik, die auf Bildung, Forschung und Innovation aufbaut, ein Garant für den Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit ist. In den kommenden Jahren hängt das Schicksal der österreichischen Industrie vorrangig davon ab, wie gut sie sich in den Bereichen Forschung & Entwicklung, Know-how und Wissenstransfer - kurz gesagt am Sektor des Technologiewettbewerbes -entwickelt", betont heute der Industriesprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Mag. Wolfgang Motz, bei seinem Vortrag im Rahmen der Klubtagung des SPÖ-Landtagsklubs NÖ.****

In der letzten Bundesregierungsklausur in Bad Aussee wurde eine Steigerung der Forschungsquote bis zum Jahr 2005 auf 2,5 % beschlossen. Tatsache jedoch ist, dass die momentane Forschungsquote Österreichs nur mickrige 1,5 % beträgt, wobei die Forschung der öffentlichen Hand durch die Universitäten 0,7 % und der Anteil der Wirtschaft 0,8 % ausmachen. Hingegen liegt der EU-Durchschnitt bei 1,9 % und der OECD-Durchschnitt bei 2,2 %. Nur die südeuropäischen Niedrigeinkommensländer geben weniger Geld als Österreich für die Forschung aus. Das Paradebeispiel einer guten Forschungsquote wird durch Schweden repräsentiert, die eine von 3,8 % des BIP vorweisen kann. Die technologische Zahlungsbilanz zeigt, dass Österreich dreimal soviel Hochtechnologieprodukte importiert als es exportiert. Auch die Patentbilanz ist massiv negativ.

"Niederösterreich braucht viele Erneuerungen und Verbesserungen. Begonnen über den Ausbau der Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur, über den Technologietransfer bis hin zur Energie- und Umwelttechnologie. Aufgrund von Expertenbefragungen könnte unser Lande im Verlauf der nächsten 10 bis 15 Jahre auf den nächstfolgenden Gebieten die Technologieführerschaft erreichen:
Biologische Lebensmittel, umweltgerechtes Bauen, lebenslanges Lernen, Medizintechnik, umweltgerechte Produktion, physische Mobilität und eigenschaftsdefinierte Werkstoffe. Die große Herausforderung der nächsten Jahre liegt zweifelsohne in der Weiterentwicklung sauberer, energieeffizienter und schadstoffarmer Technologien, deren Herstellung und Anwendung mit geringem Ressourcen- und Energieverbrauch einhergeht. Deshalb braucht unser Land, unsere Wirtschaft, unsere Wettbewerbsfähigkeit rapide geänderte Rahmenbedingungen und Ansätze", mahnt LAbg. Mag. Wolfgang Motz abschließend.
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