AK Tumpel: "Gratis-Schulbuch muss gratis bleiben"

Eltern zahlen bereits 550 Millionen Schilling dazu - Budget dem Bedarf anpassen

Wien (OTS) - "Die Gratis-Schulbuchaktion muss wieder ihrem Namen gerecht werden. Das Budget für die Aktion muss dem Bedarf angepasst werden", verlangte heute, Mittwoch, AK Präsident Herbert Tumpel. Anders, als vom Familienministerium nach einer Befragung der Schulen behauptet, sagten die Eltern bei einer repräsentativen IFES-Befragung im Auftrag der AK, dass sie in allen Schultypen zur Schulbuchaktion über den Selbstbehalt hinaus dazu zahlen müssen, damit ihre Kinder wirklich alle nötigen Bücher haben. Die Zusatzkosten betragen in Summe 550 Millionen Schilling. Auch die Wiederverwendung von Büchern funktioniert nicht. "Wenn das so weitergeht, hängt die Entscheidung für den Besuch vor allem weiterführender Schulen wieder davon ab, was sich die Eltern leisten können", warnt Tumpel ****

Die Gesamtausgaben für die Schulbuchaktion sind mit 1,2 Milliarden Schilling "gedeckelt". Aber dieser Betrag deckt laut AK Studie nur noch 68 Prozent der tastsächlichen Kosten: Die Eltern - und in der Berufsschule auch die Lehrlinge - müssen je nach Schultyp zwischen einem Viertel und zwei Drittel zu den Büchern dazu zahlen - und 58 Prozent der Eltern geben an, dass ihre Kinder im letzten Jahr kein einziges Schulbuch über ein Verleihsystem zur Wiederverwendung bekommen haben. Wie die Praxis zeige, können die meisten Schulbücher auch gar nicht wieder verwendet werden, weist Tumpel entsprechende Schuldzuweisungen des Familienministeriums an die Schulpartner (Eltern, Schüler, Lehrer) zurück. Dass die Eltern für die Schulbücher immer mehr selber zahlen müssen, liege einfach am geringen Budget für die Schulbuchaktion.

Tumpel fordert, dass das Budget für die Schulbuchaktion entsprechend erhöht wird - und dass die insgesamt 120 Millionen Selbstbehalt der Eltern für die Schulbücher endlich direkt für die Schulbuchaktion verwendet werden. "Die Eltern brauchen Unterstützung, damit ihre Kinder die Chance auf bestmögliche Ausbildung haben", sagt Tumpel. "Das gilt vor allem auch für berufstätige Eltern. Beruf und Familie dürfen kein Widerspruch sein. Dazu muss auch mit einer Gratis-Schulbuchaktion beigetragen werden, die wieder ihrem Namen gerecht wird."

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