Aufstockung der Mittel für die Schulbuchaktion gefordert

Studie zeigt Stärken und Schwächen der Schulbuchaktion auf

PWK - Elternverbände, Lehrergewerkschaft und die österreichische Schulbuchwirtschaft forderten heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz unisono die Aufstockung der Mittel für die Schulbuchaktion sowie die Zweckbindung des Selbstbehalts. Rückendeckung bekommen sie dabei vom Institut für Motivforschung, das zwei Umfragen zur Schulbuchaktion unter Lehrern, Schülern und Eltern durchgeführt hat. Das Ergebnis: die Mehrheit ist zwar mit der Wiederverwendung von Schulbüchern und dem Selbstbehalt von 10 Prozent zufrieden. 85 Prozent aller Eltern sprechen sich jedoch dafür aus, den Selbstbehalt nicht im Budget versickern zu lassen, sondern zweckgebunden für den Ankauf von Büchern im Rahmen der Schulbuchaktion zu verwenden. Kritisiert werden außerdem der bürokratische Aufwand, die teils schlechte Qualität der zurückgegebenen Bücher und die mangelnde Effizienz. ****

Derzeit stehen für den Ankauf von pädagogisch wertvollen Büchern, die den Unterricht ergänzen, maximal 1,2 Mrd Schilling pro Schuljahr zur Verfügung. Zusätzlich müssen die Eltern noch 120 Mio Schilling als Selbstbehalt an den Familienlastensausgleichs-Fonds (FLAF) abliefern. In der Praxis werden jedoch deutlich mehr Schulbücher gebraucht, so dass die derzeit gültigen Limits (Budget pro Schulart und Schüler) häufig überschritten werden. Eltern müssen in einem nicht unbeträchtlichen Ausmaß Schulbücher selbst ankaufen.

Weiters hat sich in der Praxis gezeigt, dass nicht jedes Buch auch zur Wiederverwendung geeignet ist, wie z.B. Arbeitsbücher und zeitgeschichtliche Bücher, deren Inhalt rasch veraltet. Die Lehrer müssen dann viel Zeit dazu verwenden, die Informationen auf den neuesten Stand zu bringen.

Angesichts der Studienergebnisse und der praktischen Erfahrungen mit der Schulbuchaktion sprachen sich die Vertreter der Eltern- und Familienverbände, der Bundessektion Pflichtschullehrer in der GÖD und des Bundesgremiums der Buch- und Medienwirtschaft für eine Aufhebung der budgetären Deckelung der Schulbuchaktion, eine Erhöhung des allgemeinen Limits um mindestens 20 Prozent sowie eine Zweckwidmung des Elternselbstbehaltes aus.
(Schluß) MH

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