"Lebenslanges Arbeiten für Beamte?"

Streißlers Vorschläge sind für GdG indiskutabel

Wien (GdG/ÖGB). "Die Vorschläge des Wirtschaftsexperten Streißler, das Pensionsalter für Beamte auf 70 anzuheben, entbehren jeder weiteren Diskussion", betont Rudolf Hundstorfer, Vorsitzender-Stellvertreter der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG). Es kann nicht sein, dass Beamte um zehn Jahre länger arbeiten müssen als alle übrigen ArbeitnehmerInnen.++++

Professor Streißlers Vorschläge zur Anhebung des Pensionsalters für Beamte entbehren nicht einer gewissen Pikanterie, "da der Professor nur leitende Mitarbeiter im Auge hat und nicht die vielen tausenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die schwere manuelle Tätigkeiten unter oftmals unregelmäßigen Arbeitszeiten zu erledigen haben", stellt Hundstorfer fest. "Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden sich bei Professor Streißler herzlich für diesen Vorschlag bedanken. Es muss über die Begrifflichkeit ‚Beamter‘ nachgedacht werden, denn schließlich ist nicht jeder Beamte ein leitender Beamter."

Wer heute schon früher als dem gesetzlichen Pensionsalter seine Pension antritt, muss prozentuelle Abschlagszahlungen hinnehmen. "Das Abschlagssystem für Pensionsantritte vor dem 60. Lebensjahr ist seit einigen Jahren lebendes Recht. Eine Ausdehnung auf das 70. Lebensjahr kann nur als akademische Diskussionsanregung aufgefasst werden und nicht als Diskussionsgrundlage", so Hundstorfer.

ÖGB, 1. Dezember 1999 Nr. 577

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