Kürzung von F&E-Mittel gefährdet die Volkswirtschaft

Wien (OTS) - Die Ankündigung einer Kürzung der Budgetmittel durch den Finanzminister steht im Widerspruch zur Erklärung der Bundesregierung über die Erhöhung der F&E-Quote. Die Geschäftsführer der ARCS Seibersdorf weisen darauf hin, daß Forschung die Zukunftsversicherung jeder Volkswirtschaft ist. Damit Österreich wirtschaftlich nicht zurückfällt, muß mehr, nicht weniger Geld in die Forschung investiert werden.

In Österreichs größter anwendungsorientierter Forschungseinrichtung, den Austrian Research Centers Seibersdorf (ARCS) wird die Ankündigung von Finanzminister Rudolf Edlinger, es seien allen Ermessensausgaben gleichermaßen um 20 Prozent zu kürzen, mit grosser Beunruhigung aufgenommen. Erst vor kurzem hat die österreichische Bundesregierung ihre Absicht erklärt, die F&E- Quote von heute 1,7 Prozent gerechnet vom BIP auf 2,5 Prozent zu erhöhen. Damit sollte erreicht werden, dass Österreich seine Wettbewerbsposition unter den entwickelten Industriestaaten hält und weiter ausbaut. Wenn nun statt einer Aufstockung der Mittel für Forschung, Technologie und Entwicklung eine Verminderung geplant wird, läuft das Land Gefahr, international zurück zu fallen.

Gerade die außeruniversitäre Forschung wurde in Österreich in der Vergangenheit stiefmütterlich behandelt und liegt in der Dotierung der öffentlichen Hand (gerechnet auf das BIP) um 10 Prozent unter der durchschnittlichen Ausstattung der OECD-Länder. Das Forschungszentrum Seibersdorf hat vor kurzem in Abstimmung mit dem Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr Caspar Einem einen neuen Forschungsplan verabschiedet, der eine klare strategische Ausrichtung hin zu einer angewandten Forschung mit wirtschaftlich verwertbaren Ergebnissen vorsieht. Eine Mittelkürzung würde diese Pläne scheitern lassen und damit volkswirtschaftlichen Schaden anrichten. Schließlich sind Innovation und technologische Produktions- und Dienstleistungsentwicklung die Zukunftsversicherung jeder Volkswirtschaft.

Die beiden Geschäftsführer der ARCS, Prof. Günter Koch und Mag. Wolfgang Pell appellieren daher an den Finanzminister, die Mittel für Forschung, Technologie und Entwicklung nicht zu kürzen, sondern die Zusage zu einer höheren Dotation dieses Bereiches aufrecht zu erhalten. Jeder Schilling, der in die anwendungsorientierte Forschung eingezahlt wird, fließt über Innovation und die damit verbundene Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit des Landes mehrfach wieder in das Budget zurück.

"Eine heute notwendige Budgetanpassung darf nicht zu Lasten der Zukunft des Landes gehen", meint Koch. "Die Mittel, die wir kurzfristig einsparen, würden dem Land in Form von wirtschaftlicher Entwicklung nachhaltig fehlen. Diese Kürzung ist ein falsches Signal an die österreichischen Forscher, die aufgrund der Erklärungen der Bundesregierung über eine Aufstockung auf 2,5 Prozent F&E-Quote mit hoher Motivation in die Zukunft geblickt haben".

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