LIF-Hack: Aus für Park in der Lazarettgasse?

SPÖVP-Entwurf zur Flächenwidmung sieht größtenteils Verbauung des Areals vor

Wien (OTS) "Die jahrelangen Bemühungen der Anrainer, den Park in der Lazarettgasse am Alsergrund endlich zu realisieren, drohen nun am neuen Flächenwidmungsplan zu scheitern", kritisierte heute die Planungssprecherin der Wiener Liberalen, Michaela Hack, die sich entschieden gegen dieses Vorhaben aussprach.

Der ehemalige ÖBB-Parkplatz in der Lazarettgasse liegt in einem sehr dicht bebauten Areal. Umgeben von einem Gebäude der ÖBB-Direktion und der Wiener Privatklinik, ist das Parkschutzgebiet, das nie umgestaltet wurde und dessen Zustand daher äußerst schlecht ist, derzeit nur Insidern als öffentlich zugänglich bekannt. Anstatt die Liegenschaft endlich, wie seit langem geplant, in einen attraktiven Park umzuwandeln und die Bevölkerung darüber zu informieren, dass dieser öffentlich ist, plant man nun eine neue Flächenwidmung. Diese würde einen Zubau zur Wiener Privatklinik und die Verbauung eines Großteils der Fläche ermöglichen und somit das Aus für den Park bedeuten.

"Trotz mehrerer vorliegender Papiere, in denen andere Ziele definiert wurden, will man nun die Verbauung des ehemaligen ÖBB-Parkplatzes zulassen", so Hack. Die aktuelle "Lokale Agenda 21 für den Alsergrund" setze sich in Zusammenarbeit mit den BürgerInnen dafür ein, dass Maßnahmen für eine lebenswerte und zukunftsfähige Umwelt gesetzt werden. In den "Leitlinien für die Bezirksentwicklung Alsergrund" aus dem Jahre 1995 würde die "Öffnung und bessere Nutzung der großen Grün- und Freiflächen... wie z.B. der (damalige) ÖBB-Parkplatz Lazarettgasse" als Ziel genannt. Und im 1994 beschlossenen Stadtentwicklungsplan werde folgender Entwicklungsschwerpunkt definiert: "Da der Alsergrund mit öffentlichen Freiflächen nur mäßig ausgestattet ist, sollen die Grünflächen im Bereich Neues und Altes AKH, Sportplatz Sensengasse und ÖBB-Gründe Lazarettgasse geöffnet und besser genutzt werden."

"Damit diese erarbeiteten Konzepte realisiert werden können, darf es nicht zu dieser Umwidmung kommen. Die Wiener Liberalen fordern hingegen einen Vertrag zwischen der Stadt Wien oder dem Bezirk mit dem Grundstückseigentümer ÖBB, der die Umgestaltung des Grundstückes und dessen öffentliche Zugänglichkeit garantiert", so Hack. Weiters forderte sie den Abbau der Barrieren zur Straße hin sowie eine deutliche Kennzeichnung des Eingangsbereiches.

"Es ist nicht im Sinne einer zukunftsorientierten Stadtplanung, ausgearbeitete und im Gemeinderat beschlossene Konzepte in der Schublade verschwinden zu lassen und Maßnahmen zu setzen, die den ohnedies kaum vorhandenen Grünraum in dicht bebauten Stadtteilen weiter reduzieren", so Hack abschließend.

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