Maßnahmen für Lehrlinge in Wien

Auffangnetz mit hohen Vermittlungsquoten

Wien, (OTS) "Jugendlichen einen beruflichen Ausbildungsplatz anzubieten, ist uns enorm wichtig. Da das duale Ausbildungssystem nicht allen Jugendlichen diese Möglichkeiten bietet, sind wir
froh, dass wir mit dem Auffangnetz Jugendlichen Chancen und Perspektiven eröffnen können", erklärten Vizebürgermeisterin Grete Laska, die Wiener Personal und Frauenstadträtin Mag. Renate Brauner, Wiener Wirtschaftskammer-Präsident Komm.Rat. Walter
Nettig und AMS Wien Geschäftsführer Klaus Werner gemeinsam in der Pressekonferenz des Bürgermeisters zum Thema Lehrlinge. Der Präsident der Wirtschaftskammer Wien, Walter Nettig, legte ein "klares Bekenntnis dazu ab, dass Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz finden, nicht ihrem Schicksal überlassen werden dürfen. In solchen Fällen machen Überbrückungsmaßnahmen durchaus Sinn.”

Laska weiter: "Gemeinsam mit der Wirtschaft müssen wir auch weiterhin daran arbeiten, das Lehrstellenangebot in Wien zu vergrößern. Die hohen Vermittlungsquoten nach dem ersten Jahr im Auffangnetz zeigen aber, wie gut die Kooperation mit der
Wirtschaft in Wien funktioniert."

"Insgesamt 1.082 Jugendliche befinden sich derzeit in Ausbildung bei der Stadt Wien bzw. bei den Wiener Stadtwerken”, berichtete die Wiener Personal und Frauenstadträtin Mag. Renate Brauner. Brauner: "Mit dieser hohen Anzahl bestätigt die Stadt
Wien ihre Vorbildrolle als Arbeitgeber und Ausbildner. Denn Investitionen in die Ausbildung von Jugendlichen sind schließlich Investitionen in die Zukunft der Gesellschaft.”****

Hohe Vermittlungsquoten

Das Auffangnetz für das Ausbildungsjahr 1998/99 bot für 739 lehrstellensuchende Jugendliche Platz. Derzeit sind noch 140 Jugendliche in Stiftungen und Lehrgängen dieses Auffangnetzes. Die Vermittlung in das duale Ausbildungssystem ist erfreulich hoch:
70 Prozent der Jugendlichen aus Lehrgängen konnten eine Lehrstelle bei Firmen finden. Die gesetzlichen Quote bei den Stiftungen von
30 Prozent konnte mit 55 Prozent weit überschritten werden.

Auffangnetz 1999/2000 seit 15. November im Laufen

Das Auffangnetz in diesem Jahr wurde am 15. November
begonnen, wobei die Maßnahmen gestaffelt begannen. Seit gestern läuft das Auffangnetz voll. Insgesamt bietet es 777 Jugendlichen die Möglichkeit einer beruflichen Ausbildung. 290 Stiftungsplätze und 487 Lehrgangsplätze stehen zur Verfügung. Der Großteil der Jugendlichen konzentriert sich auf die Lehrberufe Büro und Einzelhandel. Zu Lehrberufen, die sich mit neuen Technologien beschäftigen, haben sich rund 90 Jugendliche entschlossen.

Die Kosten im ersten Lehrjahr für Stiftungen und Lehrgänge liegen bei 91 Millionen Schilling.

Die wesentlichen Erfolge der Auffangnetze sind:
o Vermittlungsquote bei Lehrgängen 70 Prozent
o Vermittlungsquote bei Stiftungen 55 Prozent, liegt damit weit

über der gesetzlichen Quote von 30 Prozent

Im November 1999 suchen ca. 300 Jugendliche eine Lehrstelle.
Im November 1998 waren es 600. Das ist eine Reduzierung der Zahl
der Lehrstellensuchenden gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent.

Lehrgänge: Vorbereitung auf eine Lehrstelle, Vermitteln der Inhalte des jeweiligen Lehrberufs, Praktika in Firmen Dauer 10 Monate. BFI, WIFI, Jugend am Werk

Stiftung: Möglichkeit einer kompletten Lehre max. Dauer 3 Jahre, Jugend am Werk. Gesetzliche Vorgabe: 30 Prozent der Jugendlichen sollen pro Jahr eine Lehrstelle in Privatwirtschaft finden.

Weitere 330 Jugendliche werden durch längerfristige Schulungsmaßnahmen des AMS betreut. Unter dieser Nummer erreichen Sie das AMS-Jugendliche: 52 657 52 oder www.ams-wien.or.at

Über 1000 Ausbildungsplätze bei Stadt Wien und Stadtwerken

Die 1.082 Lehrlinge teilen sich folgend auf:
o 797 erhalten im Magistrat, 287 bei den Wiener Stadtwerken eine

solide und fundierte mehrjährige Ausbildung in 32 unterschiedlichen Berufen.
o Bei den Stadtwerken sind 25,4 Prozent weibliche und 74,6 Prozent

männliche Lehrlinge während beim Magistrat Mädchen mit 56,8 Prozent gegenüber 33,2 Prozent in der Mehrheit sind.
o 338 Lehrlinge wurden heuer neu aufgenommen, 337 stehen im

zweiten Lehrjahr, 330 im Dritten Lehrjahr. Im vierten Lehrjahr, welches nur mehr ganz bestimmte Berufsgruppen umfasst, sind 68 Jugendliche in Ausbildung.

Mit den über 1.000 Ausbildungsplätzen geht Wien als größter Dienstleistungsbetrieb Österreichs einen Schritt in Richtung Zukunftssicherung. "Doch nicht nur quantitativ leistet Wien heuer wieder einen wichtigen Anteil im Kampf gegen
Jugendarbeitslosigkeit in unserer Stadt. Wir haben unseren Weg konsequent weiterverfolgt, die Palette der Lehrberufe auszuweiten. Heuer bilden wir stärker denn je Jugendliche in innovativen
Berufen aus”, so Brauner.

Vergangenes Lehrjahr hat die Stadt Wien zum erstem Mal die Lehrberufe EDV-Techniker/in, EDV-Kaufmann/frau, Kommunikationtechniker/in, Recyclingfachmann/frau angeboten. Und heuer sind im Ausbildungssortiment die handwerklichen Lehrberufe Pharmazeutisch-kaufmännische(r) Assistent/in, Maler/in, Anstreicher/in, Tapezierer/in, Koch/Köchin, Konditor/in sowie Betriebselektriker/in.

Besonders erfreut zeigte sich die Personal- und Frauenstadträtin darüber, dass "sich Mädchen erneut in atypischen Lehrberufen wie Kfz-Mechanikerin bei den Verkehrbetrieben und Pharmazeutisch-kaufmännische Assistentin sowie Chemielaborantinnen etc. im Magistrat untergekommen sind.” Besondere Anerkennung zollte sie dabei dem Verein Sprungbrett, dank dessen Hilfe in Begleitprojekten Glaserinnen, Tapeziererinnen oder auch Dekorateurinnen aufgenommen werden konnten. (Schluss) von wem?

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