Umweltdachverband ÖGNU: Besserer Gesundheits-Schutz vor GSM-Strahlung gefordert

Übergabe der Mobilfunk-Petition an Nationalratspräsident Heinz Fischer

Wien (OTS) - "Vor unserem Haus steht jetzt ein 32 Meter hoher Handy-Mast. Was sollen wir tun?" So oder ähnlich klingen viele besorgte Bürger, die sich an uns wenden, erklärt Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes ÖGNU, beim heutigen Pressegespräch im Parlamentsrestaurant. Anlaß ist die Übergabe der Mobilfunk-Petition an Nationalratspräsident Heinz Fischer durch Abgeordnete dreier Parlamentsparteien sowie Ärzte- und Bürgerinitiativen-Vertreter. Die Petition wurde auch von allen Umweltanwälten Österreichs unterzeichnet.

Besorgnis löst vor allem die Unsicherheit der Experten über die Wirkungen elektromagnetischer Felder aus: Die derzeit geltenden Grenzwerte seien zu hoch, geben renommierte Mediziner zu bedenken. "Solange wir nicht sicher wissen, daß GSM-Strahlen harmlos sind, müssen die Grenzwerte runter, soweit das geht", erklärt Heilingbrunner. Und Salzburg zeigt, daß es geht: Statt sechs Watt pro Quadratmeter liegt hier der Grenzwert, also die maximal erlaubte "Strahlungsbelastung" durch einen Sender, bei einem Milliwatt pro Quadratmeter. Das ist ein sechstausendstel (!) des derzeit geltenden Wertes - und technisch machbar: Die Qualität der Mobilfunk-Gespräche ist in der Stadt Salzburg so gut wie anderswo.

Noch immer haben die künftigen Nachbarn von GSM-Sendern keine gesetzlich verankerte Mitsprache bei der Bewilligung von Handy-Masten. "Die Bürger werden alleine gelassen", stellt der ÖGNU-Präsident fest, denn auch eine Prüfung der Bedenken durch unabhängige Sachverständige gebe es nicht.

Das "Salzburger Modell" sollte bundesweit gesetzlich verankert werden. Dieser "Gesundheits-Vorsorgewert" sei im allgemeinen Interesse, würde zu mehr Vertrauen der Bevölkerung in die Mobilfunk-Technik und auch zu mehr Rechtssicherheit für die Betreiber führen, so Heilingbrunner abschließend.

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