Aumayr: Grüner Bericht 1998 bestätigt schlechte Lage der österreichischen Bauern

Wilhelm Molterer jubelt trotz Einkommensverluste

Wien, 1999-11-29(fpd) - Trotz der Einkommensverluste, die Österreichs Bauern hinnehmen mußten und der rückläufigen Zahlen bei den Familienarbeitskräften, betont Landwirtschaftsminister Molterer in seinem Vorwort zum 40. Bericht über die Lage der österreichischen Landwirtschaft, daß Österreichs Land- und Forstwirtschaft den Beitritt zur Europäischen Union gut verkraftet habe. "Wenn man weiß, daß für den Grünen Bericht nur Betriebe mit den besten Betriebsergebnissen zugrunde gelegt werden und jene mit den schlechten Ergebnissen ausgeschieden werden, kann man sich vorstellen, wie es um die Österreichischen Bauern wirklich steht," betonte heute die FPÖ-Agrarsprecherin Anna Elisabeth Aumayr. ****

Im Voralpengebiet zum Beispiel mußten die Bauern Einkommensverluste bis zu 14 % in Kauf nehmen. Das sind Einbußen, die sich auf die Betriebe ruinös auswirken und kaum verkraftet werden können. Deshalb werden bereits zwei Drittel der Betriebe nur mehr im Nebenerwerb geführt. Die Tendenz zur Flucht aus der Landwirtschaft ist stark steigend.

Am schlimmsten betroffen sind derzeit die Schweineproduzenten. Im letzten Jahr sank die Produktion um 10 %. Allein in Deutschland wurde die Produktion um 3 Prozent aufgestockt. Das entspricht der gesamten österreichischen Jahresproduktion. Die Importe nach Österreich betrugen 1 Million Schlachtschweine, davon waren 200.000 Lebendimporte (lt. Präsident Kletzmayr bei Schweinemasttagung in OÖ). Diese importierten Schweine werden in Österreich verarbeitet und erhalten dadurch das österreichische Gütesiegel.

"Hier liegt besonderer Zynismus von Minister Molterer vor, wenn er diese Entwicklung auf dem Landwirtschaftssektor auch noch als Erfolg verkaufen will", so Aumayr. (Schluß)

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