Vorabmeldungen zu GEWINN 12/99 vom 1.12.1999

Unterschiede bis zu 14.000 Schilling für das gleiche Urlaubsangebot

Wien (OTS) - Das Wirtschaftsmagazin GEWINN verglich die Pauschalreisen der Reiseveranstalter für die Wintersaison und fand bei vielen Angeboten Unterschiede von mehreren tausend Schilling. Ein Beispiel: Traumurlaub im Fünfsternehotel Palm Beach auf Gran Canaria für zwei Wochen für zwei Personen mit einem Kind kosten bei Kuoni 72.673,50 Schilling. Bucht man hingegen bei Its-BILLA-Reisen, so kostet das gleiche Angebot 58.400 Schilling - um 14.273,50 Schilling weniger. Oder anderes Beispiel in Tunesien: Fliegen Sie (zwei Erwachsene und ein Kind bis neun Jahre) mit TUI Austria für eine Woche ins Caribbean Village Riviers Hotel, so zahlen sie 29.222 Schilling. Wählen Sie hingegen Neckermann Austria als Reiseveranstalter, so kostet derselbe Urlaub nur 25.170 Schilling -um 4.052 Schilling weniger. Die Reisebüros argumentieren ihre Preisunterschiede mit erhöhten Leistungen, wie etwa Parkplatz am Flughafen oder zusätzliche Versicherungen. So bieten generell Touropa Austria und Gulet Zusatzleistungen, während TUI Austria, Neckermann oder Its-BILLA-Reisen auf dem Standpunkt stehen, daß nur das gezahlt wird, was wirklich gewünscht wird.

Pensionsalter für Beamte auf 70 Jahre hinaufsetzen

"Ich schlage vor, das Pensionsantrittsalter für Beamte auf 70 Jahre anzuheben. Das ist bei der steigenden Lebenserwartung der Menschen - ich selbst bin auch schon fast 67 Jahre - durchaus gerechtfertigt, gab Univ.-Prof. Dr. Erich Streissler in einem Exklusivinterview mit dem Wirtschaftsmagazin GEWINN bekannt. Sollte jemand früher in Pension gehen wollen, so schlägt er drastische Abschläge von fünf bis sechs Prozent pro Jahr vor. Er begründet dies damit, daß "so jemand auch ein Jahr weniger einzahlt und ein Jahr länger in der Pension lebt. Es ist eine Tatsache, daß Frühpensionisten im Schnitt 25 Prozent weniger eingezahlt haben, als sie bekommen! Ich glaube auch, daß man diese Abschläge für den früheren Pensionsantritt auch für jene anwenden kann, die aus Invaliditätsgründen vorzeitig in den Ruhestand gewechselt sind."

Wlaschek kauft Bürohaus auf der Mariahilfer Straße um rund 230 Millionen Schilling

Jüngster Coup von Karl Wlaschek: Um 232,8 Millionen Schilling erwarb er Ende Oktober 1999 das Bürohaus Mariahilfer Straße 85/87 im Sechsten Wiener Gemeindebezirk. Wie in der aktuellen GEWINN-Ausgabe zu lesen ist, sind in dem Gebäude unter anderen die Wiener Gebietskrankenkasse mit dem Gesundheitszentrum Mariahilf, das Flotten-Kino, eine McDonald's-Filiale und ein Hi-Fi-Geschäft eingemietet. Für den Verkäufer, die Bank-Austria-Tochter Klea Terrain- und Baugesellschaft, war es ein gutes Geschäft. Wie im Kaufvertrag angeführt, belaufen sich die monatlichen Nettomieteinnahmen auf knapp mehr als 570.000 Schilling. Wenn man vom Kaufpreis 20 Prozent Mehrwertsteuer abzieht, ergibt sich für Wlaschek eine jährliche Mietrendite von 3,5 Prozent. Institutionelle Investoren (Fonds, Versicherungen) kaufen üblicherweise erst bei Renditen ab mindestens fünf Prozent. Nur bei sehr guten Adressen wird auch weniger akzeptiert.

Faxumfrage: 70 Prozent würden auch am Sonntag arbeiten

Eine GEWINN-Umfrage unter 250 heimischen Führungskräften ergab ein eindeutiges Ja für die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten. 86 Prozent sprachen sich dafür aus, daß der Staat endgültig alle Regelungen fallen läßt. Weiters erklären rund 70 Prozent der befragten Führungskräfte, kein Problem damit zu haben, auch am Sonntag zu arbeiten, da - wie einige der Manager begründeten - für sie die Sonntagsarbeit sowieso bereits Praxis sei. Aber nicht nur arbeiten würden die Manager. Eine klare Mehrheit (61 Prozent) gibt an, persönlich auch mehr einkaufen zu gehen und auch mehr Geld als bisher in den Läden zu lassen.

Die Jahr-2000-Falle für Fremdwährungskredite

Fremdwährungskredite im Yen oder im Schweizer Franken können rund um den Jahreswechsel sehr teuer werden. In der aktuellen GEWINN-Ausgabe warnen Experten davor, daß durch die allgemeine Panik vor Jahreswechsel der US-Dollar und der Yen nach oben getrieben werden könnten. Das kann wiederum zu nicht erklärlichen starken Schwankungen an den verschiedensten Finanzmärkten führen. Empfohlen wird Kreditnehmern von Fremdwährungskrediten, von kurz- auf langfristige Veranlagungen umstellen. "Gefährdet sind alle, die sich heute über täglich fällige Gelder oder Sieben-Tages-Gelder finanzieren. Die Zinsen für diesen Kredit sind vor dem Jahreswechsel unberechenbar. Auch wenn man heuer dafür eine Risikoprämie zahlt, sollte man in einen Fixzins wechseln, der über den Jahreswechsel hinausreicht", empfiehlt APIS-Chef Peter Stummer.

Gehaltskonten: Minus kostet bis zu 18,25 Prozent

Kontoüberziehungen können teuer werden, besonders wenn Sie vorher nicht mit dem Bankbeamten abgesprochen sind. Das Wirtschaftsmagazin GEWINN nahm die aktuellen Zinsen für Gehaltskonten genauer unter die Lupe. Für den vereinbarten Überziehungsrahmen zahlen Sie derzeit bis zu 13,25 Prozent (bei der Bank Austria und bei der ÖVAG). Verhandeln Sie mit der Bank, können die Zinsen für eine Überziehung erheblich reduziert werden, besonders bei den kleineren Banken (6,5 bis zwölf Prozent bei der Raiffeisenlandesbank OÖ, 7,5 bis zwölf Prozent bei der Bank für Tirol und Vorarlberg, bei der Oberbank, der Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG). Bei den Großbanken beginnen die Überziehungszinsen bei 9,25 Prozent. Teuer wird es besonders, wenn über den vereinbarten Überziehungsrahmen Geld abgehoben wird. Dann werden bei manchen Banken zusätzlich zu den elf, zwölf oder 13 Prozent noch Zinsen verrechnet. Meist sind es zwischen drei und sechs Prozent. Womit Sie bei der Bank Austria 13,25 Prozent für Überziehungsen innerhalb und noch einmal fünf Prozent außerhalb des Kontorahmens (Verzugszinssatz) bezahlen ? also 18,25 Prozent.

Die besten Jungunternehmer Österreichs

Am 24. November wurden zum zehntenmal die Top-100-GEWINN-Jungunternehmer vom Wirtschaftsmagazin GEWINN gekürt. Aus 2.804 Teilnehmern hat die Prominentenjury unter dem Vorsitz von Wirtschaftsminister Dr. Hannes Farnleitner die besten Jungunternehmer ausgewählt. Prämiert wurden bei der großen Preisverleihung im CA-Oktogon die ersten zehn sowie die Gewinner der Kategorien High-Tech, Export, Forschung, Internet und Umwelt. Die Plätze eins bis drei belegten: 1. System Industrie Electronic aus Vorarlberg, Sonderanfertigungen von elektronischen Geräten wie Computern, 2. R & S Software aus Kärnten, Spezialsoftware für Liegenschaftsbewertungen, 3. und das Hotel Post, Seminar- und Wellness-Hotel. In der Spezialkategorie gewannen: - Lipp-Terler, der Hersteller von Hochtemperatur- und Spezialkunststoff-Folien (Kategorie: High-Tech); - Bioinnova, Exporteur für der Öko-Produkte nach Japan (Export-Preis); - Farm-fill, Vermarktung von umweltfreundlichem Verpackungsmaterial und Kinderspielzeug (Umweltpreis); - Medsystems Diagnostics, Entwicklung von Testsystemen für die Forschung (Forschungspreis); Und Knife-Shop, Vertrieb von Exklusivmessern im Internet (Internet-Preis).

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