Hartinger: Im Dienstrecht für Bundesärzte Nebentätigkeiten durch internes Kontrollsystem regeln!

Freiheitliche Bundessprecherin für Krankenanstalten fordert Einführung von Stechuhren

Wien, 1999-11-29(fpd) - Von einem unglaublichen Skandal der durch einen Rechnungshofrohbericht über die Steiermärkischen Krankenanstalten aufgedeckt wurde, sprach heute die freiheitliche Bundessprecherin für Krankenanstalten Mag. Beate Hartinger .****

Prekäre Zustände deckten die Prüfer im Zusammenhang mit nebenberuflichen Tätigkeiten von Klinikärzten auf. Während Ärzte des Landes nur mit Zustimmung ihres Dienstgebers nebenberuflich arbeiten dürften, gebe es für Ärzte des Bundes keinerlei derartige Beschränkungen. "So fiel zum Beispiel dem Vorstand der Universitätsklinik auf, daß immer mehr Ärzte während der normalen Dienstzeit am Vormittag unabgemeldet in Sanatorien nebenberuflich tätig waren. Dies hatte zur Folge, daß Morgenvisiten nicht gehalten werden konnten oder der jüngste Assistent mit der Visite beauftragt wurde. Das Pflegepersonal wußte bisweilen nicht wo sich der stationsführende Oberarzt aufhielt, weil Ärzte nach der Morgenvisite die Klinik verließen, und nicht mehr zurückkamen. So kam es vor, daß mehr als die Hälfte der Ärzte während der Dienstzeit in Sanatorien operierten, so daß kein qualifizierter Facharzt an der Klinik anwesend war", nahm Hartinger Bezug auf den Rohbericht. Dieser Zustand herrsche allerdings nicht nur in der Steiermark, sondern Mißstände gebe es auch in Wien und Innsbruck.

Wie Hartinger dazu ausführte, liege die Schuld nicht bei den Ärzten, sondern beim System, das dies zulasse. Der Dienstgeber, in diesem Fall der Bund, schaffe es einfach nicht, dies zu kontrollieren, kritisierte Hartinger, die die Einführung von Stechuhren für Krankenhauspersonal generell forderte. (Schluß)

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