ots Ad hoc-Service: Grammer AG <DE0005895403> Grammer im dritten Quartal mit deutlichem Verlust Ergebnisprognose fuer 1999 nach unten korrigiert Vorstand beschliesst Restrukturierungsprogramm

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Die Grammer AG, Amberg, musste im dritten Quartal erneut unerwartet hohe Kosten verkraften und wies per Ende September ein negatives Ergebnis der gewoehnlichen Geschaeftstaetigkeit von -12,9 Mio DM (Vj. 34,1) im Konzern aus. Das DVFA-Ergebnis belief sich auf -20,1 Mio DM (Vj. 18,3).

Verantwortlich fuer die erheblichen Aufwendungen war zum einen die anhaltend schlechte konjunkturelle Entwicklung in Brasilien, die nicht nur die bestehende Tochtergesellschaft massiv belastete, sondern auch das neu angelaufene Werk in Curitiba. Zum anderen wirken sich im Konzern zusaetzlich die aus dem rapiden Wachstum resultierenden Strukturveraenderungen negativ aus. Umfangreiche, zum Teil unerwartete organisatorische Anpassungen und Massnahmen dauern laenger als erwartet.

Ausserdem wurde das Ergebnis durch diverse Produktneuanlaeufe belastet, deren Kosten die Budgets weit ueberschritten. An den neueren Standorten wurde in den Aufbau der organisatorischen Strukturen investiert und das SAP-System implementiert, was weitere Ablaufprobleme und Sonderaufwendungen verursachte. Schliesslich fuehrte der anhaltend hohe Wettbewerb in der Fahrzeugindustrie weiterhin zu Druck auf die Margen. Der Konzernumsatz inklusive der erstmals konsolidierten Gesellschaften stieg in den ersten neun Monaten um 46,3% auf 786,5 Mio DM (Vj. 537,5).

Im Gesamtjahr 1999 wird - entgegen der bisherigen Planung - mit einem Verlust in einer Groessenordnung von 25 Mio DM vor Steuern gerechnet (Vj. +31,0). Beim Konzernumsatz geht der Vorstand fuer 1999 nach wie vor von einer Steigerung auf rund eine Milliarde DM (Vj. 803,6) aus. Vor dem Hintergrund der negativen Ertragslage schlaegt der Vorstand vor, auf die Ausschuettung einer Dividende fuer das Geschaeftsjahr 1999 zu verzichten (Vj. 1,- DM je Aktie).

Zur Wiedergewinnung der Ertragskraft - dem wichtigsten Ziel in den naechsten Monaten - hat der Vorstand dem Aufsichtsrat ein weitreichendes Programm zur Restrukturierung vorgeschlagen. Der vom Aufsichtsrat verabschiedete Plan sieht erhebliche Kostenreduzierungen sowie eine Prozessoptimierung in allen Bereichen der Unternehmensgruppe vor. Aber auch strukturelle Massnahmen wie eine Konzentration von Standorten, die Eliminierung von Verlustbringern und eine drastische Reduzierung der Investitionen werden umgesetzt. Bei der defizitaeren brasilianischen Tochtergesellschaft Grammer do Brasil, die durch das schwierige wirtschaftliche Umfeld in Suedamerika belastet ist, wird bereits ein Sanierungskonzept durchgefuehrt. Zu den hier geplanten Massnahmen gehoeren Bereinigungen im Produktspektrum und die Reduzierung der Mitarbeiterzahl durch Schliessung eines der drei Werke. Fuer alle Standorte wurde ein konzernweiter Einstellungsstopp beschlossen.

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