AUA und Lufthansa vereinbaren Joint-venture für den Nachbarschafts- verkehr

Deutsch-österreichischer Flugverkehr künftig wie eine eigene Airline geführt

Wien (OTS) - Austrian Airlines und Lufthansa werden künftig noch viel enger kooperieren als bisher angenommen. Das Nachrichtenmagazin FORMAT berichtet in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe, daß die beiden Airlines, die seit Ende September in der Star Alliance vereint sind, den Nachbarschaftsverkehr künftig als Joint-venture abwickeln werden. Das geht laut FORMAT aus dem Vertrag hervor, dessen Details die AUA-Vorstände Herbert Bammer und Mario Rehulka vergangene Woche mit ihren deutschen Kollegen fixierten.

Die brisante Vereinbarung schreibt fest, daß der gesamte deutsch-österreichische Flugverkehr von der Produktion bis zum Ticketverkauf künftig wie eine eigene Airline geführt wird, auch wenn keine Gesellschaft dafür gegründet wird. Alle Kosten und Einnahmen kommen in einen Topf. Was übrig bleibt, wird aufgeteilt. Herbert Bammer bestätigt gegenüber FORMAT: "Das ist ein gemeinsames Produkt von AUA und Lufthansa."

Das Joint-venture sieht laut dem FORMAT-Bericht vor, daß die Austrian Airlines Group knapp 60 Prozent der Flüge zwischen Österreich und Deutschland durchführt, die Lufthansa gut 40 Prozent. Die Gewinne gehen allerdings zu gleichen Teilen an die beiden Partner, da der deutsche Kranich über die deutlich stärkere Verkaufsorganisation verfügt.

Fraglich ist allerdings, ob die EU-Wettbewerbshüter die Vereinbarung ohne Auflagen akzeptieren. Die AUA wird den Vertrag in den nächsten Tagen beim zuständigen EU-Kommissar Mario Monti zur Genehmigung einreichen.

Rückfragenhinweis: FORMAT Andreas Lampl (0664/25 46 830)

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