VP-Pfeiffer: Rückstellung wichtiger Straßenbauvorhaben inakzeptabel

Verkehrskollaps befürchtet

Wien (ÖVP-Klub): "Der von der Autobahn- und Schnellstraßenfinanzierungs AG (Asfinag) verfügte und zu verantwortende Ausschreibungsstopp für eine Reihe von Straßenbauvorhaben ist verkehrspolitisch höchst problematisch und daher schärfstens zu verurteilen", zeigte sich der Vorsitzende des Wiener Planungsausschusses, Gerhard Pfeiffer, besorgt und gleichzeitig verärgert. *****

"Österreich hat ohnehin einen gewaltigen Nachholbedarf im Bereich der Errichtung des übergeordneten Straßennetzes. Wenn es jetzt zu zusätzlichen Verzögerungen kommt, werden uns die Verkehrsprobleme über den Kopf wachsen", befürchtet Pfeiffer.
Es sei keineswegs einzusehen, dass die Realisierung derart wichtiger Straßenbauvorhaben an fehlenden Mauteinnahmen scheitere: "Die österreichischen Autofahrer zahlen jährlich 100 Milliarden Schilling an Steuern. Die Bundespolitik ist daher aufgefordert, der Asfinag die entsprechenden Mittel für den Straßenbau zur Verfügung zu stellen. Ein LKW-Road-Pricing halte ich für absolut nicht notwendig."
Für den Knoten Wien sei eine Umfahrung essentiell: Die Studie zur "Gestaltung des Straßennetzes im Donaueuropäischen Raum" (GSD) des Wirtschaftsministerium "weist nachdrücklich darauf hin, dass ergänzende Straßenbaumaßnahmen wie die B 301 (Südumfahrung) oder die B 305 (Nord-Ost-Umfahrung Wiens) mit 6. Donauquerung für die Funktionstüchtigkeit des TEN-Knotens Wien erforderlich sind."

Südostumfahrung Wien - B 301 "Die Verbindung zwischen Süd- und Ostautobahn muß rasch gebaut werden, wenn wir die Südosttangente vom Durchgangsverkehr entlasten wollen" unterstrich Pfeiffer die verkehrspolitische Bedeutung der Bundesstraße 301. "Die derzeitigen Prognosen über das zu erwartende Verlagerungspotential greifen auf jeden Fall zu kurz. Denn sie berücksichtigen nicht, daß die Staaten des ehemaligen Ostblocks in den kommenden Jahren den Straßenbau wesentlich rascher umsetzen werden als den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel, weil er kostengünstiger ist. Der Güter- wie auch der Personenverkehr aus diesen Ländern wird Österreich daher vornehmlich auf der Straße erreichen. Es liegt an uns, diesen Verkehr entsprechend zu kanalisieren."

Nordostumfahrung Wien - B 305 "Die Bedeutung dieses Straßenzuges für Wien liegt insbesondere in der verbesserten Erreichbarkeit des Hafens Freudenau, des Alberner Hafens und des geplanten Güterterminals Inzersdorf aus Richtung Norden. Für den Ziel-Quell-Verkehr aus Norden, Osten und Süden, der derzeit durch das Wiener Stadtgebiet verläuft, ist die Nordost-Umfahrung eine menschenschonende Verbindung", erläuterte Pfeiffer die Bedeutung der projektierten Straße. Darüber hinaus biete sie lokale Umfahrungsmöglichkeiten sowie eine Ausweichmöglichkeit bei einem Störfall auf der Praterbrücke. Für den Verkehr der Umlandgemeinden stelle die B 305 endlich eine sinnvolle Alternative zur Südosttangente dar. "Diese Beispiele zeigen doch deutlich die Wichtigkeit einer baldigen Umsetzung der geplanten Bauvorhaben. Die vorhandenen Steuermillarden sollen gefälligst auch dazu verwendet werden! Eine weitere Verzögerung in der Umsetzung ist für mich völlig inakzeptabel," schloß Pfeiffer.***

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Daniel KOSAK (Pressesprecher)
Tel.: (01) 4000/81915

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR/ÖVP-KLUB