Umwelt- und Naturschutzanwälte trafen sich in St.Pölten

Aktuelle Umweltthemen, gemeinsame Strategien diskutiert

St.Pölten (NLK) - Die Umwelt- und Naturschutzanwälte der österreichischen Bundesländer hielten drei Tage lang, von Mittwoch, 24. November, bis Freitag, 26. November, in St.Pölten ihre diesjährige Konferenz ab. Weil das Bundesland, wo die Tagung abgehalten wird, sich jedes Jahr ändert, war der Gastgeber diesmal die NÖ Umweltanwaltschaft. Ziel war die Beratung aktueller Umweltthemen und die Erarbeitung gemeinsamer Strategien. Die bei der Beratung der einzelnen Beschwerdeführer angebotene Hilfe ist übrigens kostenlos, versteht sich also als Serviceeinrichtung des Landes.

Niederösterreichs Umweltanwalt Universitätsprofessor Dr. Harald Rossmann gab zu bedenken, daß zwischen den einzelnen Anwaltschaften rechtliche Unterschiede bestünden, daher werde ein österreichweites Niveau anstrebt. Beschwerden gebe es zum Beispiel beim Betriebsanlagenrecht, das durch die Auslagerung von Verfahren ausgehöhlt wird. Auch haben viele Interessenten keine Anhörungsmöglichkeit. An die Umweltanwälte würde dann aber herangetragen, doch etwas gegen das Unrecht zu tun. Und einer der Umweltanwälte ergänzte: Man müsse die Entrümpelung des Anlagenrechtes vorantreiben und Umweltschutzstandards festlegen. Derzeit sei entscheidend, von welchem Verfahren auszugehen sei, danach entscheide sich die Rechtslage. Die Entwicklung sei jedenfalls höchst bedenklich.

Ein weiteres Beispiel für "einen nicht leichten Kampf", so Rossmann, sei etwa die HLAG, die fertige Programme präsentiere, aber doch besser beraten wäre, bei Bahnprojekten die verschiedenen Möglichkeiten vorher zu besprechen. Beim Naturschutz, wo die Ökologie und die Ökonomie immer als Spannungsfeld auftreten, würden gleichfalls ungelöste Fragen auftauchen Die Frage sei also, wie man den Naturschutz mit der Ökologie in Beziehung setze. Als Beispiel nannte Rossmann hier den Semmering-Basistunnel.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2312

Niederösterreichische Landesregierung

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK