Aumayr: WTO-Verhandlungen sind "Schattenboxen" mit ungewissem Ausgang für Konsumenten und Bauern

Wien, 1999-11-26 (fpd) - Als "Schattenboxen" mit ungewissem Ausgang für Konsumenten und Bauern bezeichnete heute die freiheitliche Agrar-und Konsumentensprecherin Abg. Anna Elisabeth Aumayr das Taktieren der Handelsminister der WTO-Staaten im Vorfeld der Welthandelsrunde. ****

Wie Aumayr meinte, könne man die Landwirtschaft von ihren "zusätzlichen Aufgaben" wie Schutz der Umwelt und der Landschaft nicht abkoppeln. Europa verfüge über ganz andere Voraussetzungen wie die USA oder Australien. "Eine freie Marktwirtschaft im Agrarbereich ist hier nicht möglich."

Die Äußerungen des Generalsekretärs der Industriellenvereinigung, Lorenz Fritz, wonach Europa in den WTO-Verhandlungen nicht auf seinen strengen Umweltstandards beharren dürfe, seien mehr als entbehrlich. "Eine liberale Marktordnung ohne hohe Umweltstandards bedeute Hormonfleisch und Gen-Nahrungsmittel. Die Pharma- und Gentechnikkonzerne fahren Milliardengewinne ein und der Konsument bezahlt mit seiner Gesundheit", so Aumayr.

"Um den negativen Entwicklungen am Agrar- und Lebensmittelsektor entgegen wirken zu können, müssen zu den kommenden WTO-Verhandlungen starke Verhandler ins Rennen geschickt werden. Wenn die Mitgliedstaaten der Europäischen Union in den gravierenden Fragen der Agrarpolitik und des Verbraucherschutzes nicht einig sind, dann bedeutet das eine massive Schwächung der Verhandlungsposition gegenüber den USA und das hätte fatale Folgen für Bauern, Konsumenten und Umwelt", schloß Aumayr. (Schluß)

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