Neue Angebote und Tarife im Personenverkehr

Mit 1. Jänner 2000 erhöhen die ÖBB ihre Tarife. Das neue Jahrtausend bringt den ÖBB-Kunden freilich auch eine Reihe neuer Angebote und mehr Komfort****

Ab 1. Jänner 2000 führen die ÖBB eine Tarifanpassung bei Wochen-Monats- und Jahresstreckenkarten sowie bei gewöhnlichen Fahrkarten um durchschnittlich plus zwei Prozent durch. Bahnfahren ist in Österreich für Pendler trotz dieser moderaten Erhöhung noch immer viel billiger als in vergleichbaren Nachbarländern. So sind die Preise bei Monatskarten in Deutschland um durchschnittlich 85 Prozent und in der Schweiz um durchschnittlich 104 Prozent teurer. Damit Bahnfahren noch attraktiver wird, investieren die ÖBB Milliarden Schilling in den Ausbau ihrer Bahnhöfe, in neues Rollendes Material und in BahnBusse. Neuigkeiten gibt es natürlich auch im Angebotsprogramm der ÖBB. So bietet die VORTEILSCard im Jahr 2000 eine Reihe neuer Möglichkeiten und mit der BUSINESScard steht nun auch ein spezielles Angebot für Firmen zur Verfügung.=

Für viele Pendler sogar billiger
Die Preise für Wochen- und Monatsstreckenkarten werden nur im Bereich zwischen 11 und 90 Kilometer erhöht. Für diese Entfernungen beträgt die Anhebung
bei Wochenstreckenkarten maximal 10 Schilling
bei Monatsstreckenkarten maximal 40 Schilling.
In allen anderen Relationen bleiben die Preise für die Pendler gleich bzw. werden sogar um bis zu 3% gesenkt.

Normalpreis Einzelfahrten
Die normalen Fahrpreise werden bis zu einer Entfernung von 30 Kilometern nicht erhöht.
Einige Beispiele stark frequentierter Relationen machen die Geringfügigkeit der Erhöhung deutlich:
Wien - Linz erhöht sich um 10 Schilling
Wien - Salzburg um 20 Schilling
Wien - Innsbruck bleibt gleich und
Wien - Bludenz wird sogar um 10 Schilling billiger.

Verkehrsverbünde
Von den Tarifmaßnahmen der ÖBB sind unmittelbar nur etwa 35 Prozent der Pendler betroffen, die tatsächlich im Besitz einer ÖBB Streckenkarte sind. Der überwiegende Teil der Berufspendler ist jedoch in einem Verkehrsverbund, wie z.B. dem VOR unterwegs. Um wieviel die Verbünde die Fahrpreise erhöhen liegt allerdings im Ermessen deren Gesellschafter. So ist absehbar, dass es im Steirischen und Vorarlberger Verkehrsverbund zu keinen Erhöhungen kommen wird.
Bereits bekannt ist die Erhöhung beim Verkehrsverbund Ost-Region. Dieser erhöht die Preise für Wochenkarten um durchschnittlich 2,42 Prozent und die Preise für Monatskarten um durchschnittlich 2,32 Prozent. Der Einzelfahrschein bleibt mit 19 Schilling beim "alten" Preis.

Benzinpreise
Kritiker der ÖBB-Tarifanpassung befürchten ein Umsteigen der Bahnfahrer auf den PKW. Diese Befürchtungen können die ÖBB aufgrund der in den letzten Wochen exorbitant gestiegenen Benzin- und Dieselpreise nicht nachvollziehen. Allein in diesem Jahr verteuerten sich die Preise für einen Liter Normalbenzin von 10,85 auf 12,15 Schilling (+11,98%) und für einen Liter Diesel sogar von 8,63 auf 10,30 Schilling (+19,35%).

Pendler fahren mit uns günstiger
Nimmt ein Pendler den Rechenstift zur Hand, bemerkt er erst, wie günstig er mit den ÖBB unterwegs ist. Fährt er mit dem PKW z.B. 25 Kilometer zur Arbeit und wieder heim, kostet ihn das bei einem amtlichen Kilometergeld von ATS 4,90 rund 250 Schilling täglich, bei 20 Fahrten im Monat immerhin 5.000 Schilling. Selbst bei einer Fahrgemeinschaft von 4 Personen sind das 1.250 Schilling pro Person. Der Preis der Monatskarte beträgt ab 1.1.2000 für diese Entfernung 610 Schilling.

Die Nachbarn sind viel teurer
Ein Blick über die Grenzen lässt selbst unter Berücksichtigung unterschiedlicher Kaufkraft unsere Preise extrem günstig erscheinen.

Die Wochenkarte für eine Entfernung von 25 Kilometer kostet in Schilling bei
ÖBB 160.-
Deutsche Bahn AG 337.-
Schweizer. Bundesbahn 451.-

Die Monatskarte für eine Entfernung von 50 Kilometer kostet in Schilling bei
ÖBB 970.-
Deutsche Bahn AG 1.839.-
Schweizer. Bundesbahn 1.769.-

Im Vergleich sind die Preise bei Monatskarten für die Pendler in Deutschland um durchschnittlich 85 Prozent und in der Schweiz um durchschnittlich 104 Prozent teurer.

Investitionen in den Nahverkehr
Selbstverständlich investieren die ÖBB mit den Einnahmen in Verbesserungen für die Bahnfahrer. Insbesondere beim sogenannten Rollenden Material kommt es laufend zu einer spürbaren Anhebung des Komforts.
Im Jahr 2000 werden zu den derzeit im Einsatz befindlichen 130 Doppelstockwagen weitere 66 dazukommen. Gemeinsam mit dem Redesign von 93 Reisezugwagen wird im Jahr 2000 der Anteil der im Umlauf befindlichen neuen oder erneuerten Wagen des ÖBB - Personenverkehrs von derzeit 32 % sprunghaft auf 42 % ansteigen.
Im kommenden Jahr werden außerdem 80 neue BahnBusse im Wert von fast 200 Millionen Schilling zur Komfortverbesserung beitragen.

NEUIGKEITEN IM ÖBB-ANGEBOT

VORTEILScard Classic Plus
Ab 1.1.2000 wird die neue VORTEILScard Classic Plus im Angebot aufgenommen.
Ihre Gültigkeitsdauer beträgt zwei Jahre. Durch den Erwerb der VORTEILScard Classic Plus ersparen sich ÖBB-Kunden gegenüber der normalen VORTEILScard mit einjähriger Gültigkeit 200 Schilling. Die VORTEILScard kostet künftig 1.290 Schilling, die VORTEILScard Classic Plus 2.380 Schilling.
Die VORTEILScard mit der praktischen Mastercard-Kreditkartenfunktion kostet ab 1.1.2000 1.390 Schilling.
Alle übrigen VORTEILScards (Familie, Senioren, usw.) bleiben im Preis unverändert.

RAILPLUS
Noch größer wird der Vorteil für die VORTEILScard Kunden ab 28. Mai 2000. Insgesamt 24 europäische Länder gewähren auf ihren Bahnen den VORTEILScard - Besitzern eine Ermäßigung von 25 Prozent. "RAILPLUS" kostet nur 249 Schilling.

VORTEILScard Classic MOBIL und SICHER
Ab 1.1.2000 bieten die ÖBB die neue VORTEILScard Classic MOBIL und SICHER an.
Im Anschluß an eine gemütliche Bahnreise steht auf 22 Bahnhöfen und 80 weiteren Standplätzen der Mietwagen von DENZELDRIVE Carsharing bereit.
Zum Preis von nur 1.699 Schilling werden nicht nur die selbstverständlichen Vorteile der "Classic" Card geboten, sondern man erspart sich beim DENZELDRIVE Carsharing die Eintritts-, Monats-, und Depotgebühren. Weiters ist ein Reiseversicherungspaket von Gerling inkludiert.

ÖBB sind Marktführer bei Kundenkarten
Unter allen ÖBB-Angeboten ist die VORTEILScard übrigens "der Hit". Derzeit zählen wir 800.000 VORTEILScard-Kunden. Das bedeutet, dass unter Berücksichtigung der Mehrfachbenützung von 150.000 "VORTEILScards Familie" mehr als eine Million Bahnfahrer Vergünstigungen genießen. Sie alle sind in den Zügen zum halben Preis unterwegs. Gepäck und Fahrräder werden ebenfalls zum halben Preis transportiert.
Ermäßigungen winken den Kartenbesitzern außerdem bei Bergbahnen, Schlafwagen, in Hotels und über 500 Partnerfirmen.

BUSINESScard
Neu im Sortiment des ÖBB-Personenverkehrs ist auch die BUSINESScard. Sie wird mit 1. März 2000 auf den Markt kommen.
Sie ist die Kundenkarte für Großabnehmer, wie beispeilweise Firmen, Vereine oder Schulen und kann in beliebiger Anzahl ausgestellt werden.
Inhaber der BUSINESScard erhalten eine 15 prozentige Ermäßigung auf ÖBB-Strecken.
Das Lösen der Fahrscheine erfolgt bargeldlos mit der Card am Bahnschalter oder über das Internet. Die Rechnung wird monatlich im Nachhinein gelegt. Bei besonders starker Inanspruchnahme werden den Kunden im Folgejahr Gutschriften gewährt.

Kombination BUSINESScard und VORTEILScard
Weist ein Mitarbeiter eines BUSINESScard Kunden auch die VORTEILScard vor, bekommt er ein Vorteilsticket ausgehändigt. Dem Großkunden wird in diesem Fall selbstverständlich nur der halbe Preis verrechnet.

GRAFIKEN:

Die beiliegenden Grafiken erhalten Sie bei der Firma Infodesign per ISDN:
Tel. 01/602 22 09

(Ende)

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