Eine Osterkapelle für Einkehr und Besinnung

Stift Herzogenburg veranstaltete Architektenwettbewerb

St.Pölten (NLK) - Die Kirche versteht sich weiterhin als Auftraggeber für Kunst und Kultur, im speziellen für Architektur und Malerei: Im Stift Herzogenburg wurde nach Durchführung eines Architektenwettbewerbes eine neue Kapelle errichtet, die "Osterkapelle", eine Ergänzung des im Stift untergebrachten Pfarrzentrums St.Stefan. Es ist ein kleines Zentrum für Seelsorge, Gottesdienste in kleinen Gruppen und an Wochentagen, für Einkehr, Besinnung und persönliches Gebet. Die Gesamtkosten samt Vorbereitung betrugen an die 3 Millionen Schilling, das Land Niederösterreich stellte davon ein Drittel zur Verfügung und setzte auch eine baukünstlerische Jury ein.

Zum Zug kamen die Architekten Ernst Beneder und Anja Fischer, die am besten mit den Vorgaben zurecht kamen: Zur Verfügung stand ein neben der Kirche befindlicher schmaler Zwischenraum, der bisher der Sakristei als Rumpelkammer gedient hatte. Die beiden Architekten wählten edelste Materialien aus: Für den Fußboden Wachauer Marmor, für den Volksaltar und eine Wandnische Konglomeratgestein aus Golling und für die Möblierung heimisches Nußholz. Ein transparentes Glasfries wurde von Prof. Wolfgang Stifter gestaltet, Rektor der Linzer Kunsthochschule, der aus einer oberösterreichischen Künstlerfamilie stammt und schon seit jeher mit Gestaltung im sakralen Bereich zu tun hat.

Propst Maximilian Fürnsinn zeigt als Auftraggeber großen Stolz auf die bis in die kleinsten Details durchkomponierte Kapelle, die alle Elemente einer vollwertigen Kirche aufweist und überdies eine originelle Raumlösung darstellt: Volksaltar und gläsernes Lesepult sind ebenso vorhanden wie Weihwasserkessel, Opferstock und eine eigene kleine Orgel. "Das Programm für diese Kirche war das heilsgeschichtliche Hochgebet, eines der vier eucharistischen Hochgebete. Schöpfung, Erlösung und Vollendung sind im Bild als Zitate zu finden", interpretiert Fürnsinn den Fries. Das Thema "Osterkapelle" ist für Architekt Beneder durch Wandnische und davor gelagerten Volksaltar verwirklicht: Dadurch werden das leere Grab und der weggeräumte Stein symbolisiert, führt er aus.

Die Osterkapelle wird am kommenden Sonntag, dem ersten Adventsonntag, geweiht.

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