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Rheinmetall optimiert sein Portfolio

- Sachsenring erwirbt Mehrheit der Jagenberg AG - IWKA kauft Jagenberg-Verpackungstechnik - Rheinmetall DeTec AG übernimmt Wehrtechnik von IWKA

Rheinmetall hat sein Ziel erreicht, sein Portfolio auf die drei Unternehmensbereiche Automotive (Kolbenschmidt Pierburg AG, börsennotiert), Electronics (Rheinmetall Elektronik AG, künftig ADITRON AG, dann börsennotiert) und Defence (Rheinmetall DeTec AG) auszurichten. Der vierte Unternehmensbereich Engineering (Jagenberg AG) ist kein Kerngeschäft mehr.

Sachsenring erwirbt Mehrheit der Jagenberg AG

Im Zuge der zunehmenden Vertiefung der Kernarbeitsgebiete Automotive, Electronics und Defence wird Rheinmetall zum Jahreswechsel 68,4 % der stimmberechtigten Stammaktien an der Jagenberg AG und damit die unternehmerische Führung von Jagenberg an die Sachsenring Automobiltechnik AG, Zwickau, abgeben.

Die Jagenberg-Gruppe beliefert mit ihren Maschinen weltweit die Hersteller von Papier und Karton, die Produzenten und Verarbeiter von Kunststoffolien sowie die internationale Nahrungsmittel-industrie und wird 1999 mit 3.400 Mitarbeitern einen Umsatz von voraussichtlich rund 1 Mrd DM erzielen.

Rheinmetall hat in Sachsenring einen strategischen Partner für Jagenberg gefunden, dessen mittelständische Struktur und dynamisches Management die unternehmerische Kontinuität von Jagenberg als technisch starkem Anbieter im Maschinenbau auch in Zukunft gewährleisten. Unter der industriellen Führung von Sachsenring wird Jagenberg die Fortführung seiner technischen Innovationskraft sowie den weiteren Ausbau und die Absicherung seiner Marktposition im weltweiten Spezialmaschinenbau vorantreiben können.

Um eine nahtlose Integration von Jagenberg in die Sachsenring-Gruppe zu begleiten und den Übergang der industriellen Führung bei Jagenberg kontinuierlich zu gestalten, wird die Rheinmetall AG weiterhin eine Finanzbeteiligung mit einen Anteil von 18 % an den stimmberechtigten Stammaktien der Jagenberg AG, Neuss, halten. Rheinmetall wird Umsatz und Ergebnis der Jagenberg-Gruppe zukünftig nicht mehr konsolidieren.

Dieter Niederste-Werbeck, Vorsitzender des Vorstandes der Jagenberg AG und Mitglied des Vorstandes der Rheinmetall AG, wird zum 31. Dezember 1999 aus dem Vorstand der Jagenberg AG ausscheiden und sich auf seine Rheinmetall- Aufgaben konzentrieren.

- IWKA kauft Jagenberg-Verpackungstechnik

Im Zuge des Übergangs zu Sachsenring verkauft die Jagenberg AG den Geschäftsbereich Verpackungstechnik zum Jahreswechsel an die IWKA Aktiengesellschaft, Karlsruhe.

Die zu diesem Geschäftsbereich gehörenden Gesellschaften

A+F Automation + Fördertechnik GmbH, Kirchlengern, Benhil Gasti Verpackungsmaschinen GmbH, Neuss, sowie die französische Erca Formseal S.A., Les Ulis, und die amerikanische Autoprod Inc., Clearwater, werden 1999 mit insgesamt 822 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 220 Mio DM erwirtschaften.

Die IWKA-Gruppe stärkt durch die Jagenberg- Gesellschaften insbesondere ihre Kompetenz und internationale Stellung im wachsenden Markt der Verpackungstechnik für die Lebens-mittelindustrie und die Molkereiwirtschaft. Im Jahr 2000 werden über 3.000 Mitarbeiter ein Umsatzvolumen von etwa 800 Mio DM (1998: 195 Mio DM) erreichen. Damit wird die IWKA zu einem der führenden Anbieter von Verpackungsmaschinen und -anlagen in der Welt.

- Rheinmetall DeTec AG übernimmt Wehrtechnik von IWKA

Die Rheinmetall DeTec AG, Ratingen, (Unternehmensbereich Defence) wird zum Jahresende 1999 den Geschäftsbereich Wehrtechnik von der IWKA Aktiengesellschaft, Karlsruhe, übernehmen. Dazu zählen die Unternehmen KUKA Wehrtechnik GmbH, Augsburg, und Henschel Wehrtechnik GmbH, Kassel. Beide Gesellschaften haben 1998 mit 1.200 Mitarbeitern einen Umsatz von 244 Mio DM erzielt.

Mit der Übernahme eines deutschen Systemführers bei gepanzerten Rad- und Kettenfahrzeugen baut Rheinmetall seine wehrtechnische Kompetenz deutlich aus und stärkt damit seine Marktposition als führendes europäisches Systemhaus für Heeres- technik nachhaltig.

Verkauf und Erwerb der einzelnen Gesellschaften stehen unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamtes und der Aufsichtsgremien.

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