"Kleine Zeitung" Kommentar: "Die Rechnung" (von Johannes Kübeck)

Ausgabe vom 26.11.1999

Graz (OTS) - Während die heimischen Politiker seit Wochen
Spielchen um die Bildung einer neuen Regierung betreiben, laufen die Staatsfinanzen schlicht aus dem Ruder. Das jedenfalls ist die Meinung der Europäischen Union und unserer Partner in Brüssel. Österreich sei das Schlusslicht bei der Budgetkonsolidierung, mahnen die Experten.

Es gilt nach offizieller Lesart inzwischen als "hoch verschuldetes Land", wie Italien oder Griechenland. Das ist die Bilanz einer Koalition, die zuerst zwar die Budgetzügel angezogen hat, dann aber wegen der Nationalratswahl wieder munter lockerte. Für so "dicke Brocken" wie Familienpakat und Steuerreform wurde aus Sorge um Wählerstimmen einnahmenseitig nicht nennenswert vorgesorgt.

Jetzt haben SPÖ und ÖVP nicht nur bei den Wählern verloren, sie müssen auch die Sanierung des Budgets erneut in Angriff nehmen. Trotz aller Mahnungen aus Brüsel darf dabei eines nicht übersehen werden. Die Rechnung bekamen nicht jetzt die Politiker von der EU präsentiert, die wahre Rechnung werden die Steuerzahler präsentiert bekommen. In Form von neuen Sparpaketen, welchen Namen diese auch immer tragen mögen. ****

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Redaktionssekretariat
Tel.: 0316/875-4032, 4033, 4035

"Kleine Zeitung"

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS