Neue Gehälter für Reisebüroangestellte ab 1.1.2000

Rasche Einigung über neuen Kollektivvertrag

PWK - Nach kurzen und intensiven Gesprächen konnten sich die Vertreter des Fachverbandes der Reisebüros und der Gewerkschaft der Privatangestellten Mittwoch Abend über neue Gehälter für die rund 9.000 Angestellten in Reiseunternehmen einigen. ****

Die Gehälter werden mit Wirkung vom 1.Jänner 2000 jeweils um gestaffelte Fixbeträge angehoben, wobei die unteren Einkommenskategorien höhere Steigerungen erhalten. Konkret erfolgt die Anhebung bis zu einem Bruttomonatsgehalt von S 15.000,--
um 330,- öS, bis zu einem Bruttomonatsgehalt von S 21.000,-- um 280,-öS, darüber um 250,- öS, mindestens jedoch 0,9%. Bei Gehältern von über öS 18.000,- brutto besteht die Möglichkeit, bis zu 50 % dieser Erhöhung in bestehende Überzahlungen einzurechnen. Angehoben wurden auch die Entschädigungen für Lehrlinge, und zwar: im ersten Lehrjahr um S 180,--, im zweiten Lehrjahr und dritten Lehrjahr jeweils um S 150,-.

Wie der Vorsteher des Fachverbandes der Reisebüros, Komm.Rat Rudolf Kadanka, betont, sind die Gespräche äußerst sachlich und konstruktiv verlaufen. Der maßvolle Abschluß wird der schwierigen Situation in der österreichischen Reisebürobranche gerecht.

Als nächster Schritt soll die Modernisierung des arbeitsrechtlichen Teiles des Kollektivvertrages, insbesondere des Verwendungsgruppen-Schemas, in Angriff genommen werden.

Von Arbeitgeberseite besteht hier vor allem der Wunsch nach einer Ausweitung der Normalarbeitszeit im Durchrechnungszeitraum auf das im Gesetz vorgesehene Ausmaß von bis zu 48 Stunden pro Woche, sowie die Einführung einer Beschäftigungsmöglichkeit am Samstag Nachmittag, wie dies im Handel bereits seit einiger Zeit möglich ist.

Die derzeitige restriktive Regelung im Kollektivvertrag führt dazu, daß viele Reisebüros - vor allem solche in Einkaufszentren -den Wünschen der Kunden nach einem Offenhalten am Samstag Nachmittag nicht gerecht werden können. Es ist schwer erklärbar, daß ein Reisebüro am Samstag um 13.00 Uhr seine Mitarbeiter nach Hause schicken und schließen muß, während der Handelsbetrieb daneben am Nachmittag geöffnet hat.

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