BV Lacina zur Neugestaltung des Wallensteinplatzes

Wien, (OTS) Der Bezirksvorsteher der Brigittenau, Karl
Lacina, informierte am Donnerstag in einem Pressegespräch über den Stand der Vorbereitungen für die künftige Neugestaltung des Wallensteinplatzes. Die mit der Platzgestaltung betrauten Architekten Schwarz & Schwarz nehmen derzeit eine Konkretisierung ihrer Planungen vor. Das Architektenteam hat sein Umgestaltungsprojekt im Einvernehmen mit Fachdienststellen des Magistrates überarbeitet, dabei wurden unter anderem die Boden-
und Lichtgestaltung sowie die Baumpflanzungen und Hochbauvorhaben detailliert abgestimmt.

Adaptiert wurden auch die Planungen für das neue Kultur- und Veranstaltungszentrum am Wallensteinplatz, das der Betreiber des Kabarettlokals "Vindobona" führen soll. Das von Lokalchef Wolfgang Gratzl dem Bezirk vorgelegte Konzept überzeugte alle Fraktionen in der Bezirksvertretung, betonte Bezirksvorsteher Lacina. Zur Finanzierung der Gestaltungsmaßnahmen möchte der Bezirkschef neben Geldern aus dem Bezirksbudget auch EU-Förderungsmittel ansprechen. Die Umbauvorhaben werden voraussichtlich bis zu 40 Millionen Schilling kosten, mit dem Abschluss aller Vorbereitungsarbeiten
ist bis Ende 2000 zu rechen.

Zur Vorgeschichte: Die derzeitige Funktion des Wallensteinplatzes als reiner Verkehrsträger ist nicht zukunftsorientiert, daher strebt der Bezirk die Schaffung einer neuen Platzstruktur an. Erste Planungen für eine Umgestaltung wurden von der Gebietsbetreuung Brigittenau erarbeitet. In einer Diskussionsphase wurden diese Gestaltungsvorschläge mit den Bezirksbewohnern erörtert. Anschließend erneuerten die Bezirksentwicklungskommission und die Bezirksverkehrskommission
der Bezirksvertretung die Rahmenbedingungen für das Umbauvorhaben. In weiterer Folge führte die Magistratsabteilung 19-Architektur
und Stadtgestaltung, auf der Basis dieser Festlegungen ein Expertenverfahren durch, daraus ging das Modell der Architekten Schwarz & Schwarz als Sieger hervor.

Der neue Wallensteinplatz

Die Architekten Dipl. Ing. Karin Schwarz und Dipl. Ing. Dr. Karl-Heinz Schwarz haben eine umfassende Platzgestaltung projektiert. Sie berücksichtigen die Wirkung der in unmittelbarer Nähe vorhandenen Hausfassaden und sehen die spätere Bodengestaltung in einer hellen Musterform vor. Eine ausreichende Freifläche wird nicht nur als Gestaltungselement eingesetzt, sie soll auch Raum für verschiedene Aktivitäten zur Belebung des Platzes schaffen. Die am Wallensteinplatz bereits vorhandenen
Bäume werden durch Neupflanzungen ergänzt, Sitzgelegenheiten sollen zum Verweilen einladen.

Ein Expedit der Wiener Linien verbleibt am Wallensteinplatz,
es wird jedoch in neuer Form in die Platzgestaltung eingefügt. Besonders wird sich aber ein anderes Bauwerk in Szene setzen: Ein "gläserner" Pavillon soll zum neuen Kultur- und Veranstaltungszentrum des Bezirkes werden und durch seine
besondere Ausführung zu einer deutlichen Aufwertung des Wallensteinplatzes beitragen. Das Bauwerk wird über einen Veranstaltungssaal im Untergeschoß und einen Restaurantbetrieb im Obergeschoß verfügen. Die neue Platzgestaltung ermöglicht in Kombination mit der Gastronomieeinrichtung auch die Durchführung von Freiluftveranstaltungen aller Art.

Wie Bezirksvorsteher Lacina klarstellte, kommt es nach der Neugestaltung des Wallensteinplatzes zu keiner Verkehrssperre für die Autofahrer. Unverändert wird der Platz über die Jägerstraße und die Wallensteinstraße befahrbar sein, es entfallen künftig lediglich die Nebenfahrbahnen. Wenn auch kritische Stimmen derzeit mit einer Unterschriftenaktion gegen eine Umgestaltung des Wallensteinplatzes eintreten, will sie der Bezirksvorsteher durch weitere Aufklärungen auf einer konstruktiven Gesprächsebene von den Vorteilen des Projektes überzeugen. Neben der Bereicherung des Kulturlebens sei auch die mit der Neugestaltung verbundene
Schaffung von Arbeitsplätzen für den Bezirk von Bedeutung. Durch die bezirksübergreifende Anziehungskraft des neuen Wallensteinplatzes werden den Gastronomen neue Kunden zugeführt, ebenso können die Gewerbetreibenden auf der Wallensteinstraße neue Käufer gewinnen. (Schluss) enz

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