Haubner fordert dichtes Sicherheitsnetz für in Not geratene Frauen

Gewalt in der Familie und an Frauen muß verhindert werden, bevor sie zerstört

Wien, 1999-11-25 (fpd) - "Gewalt in der Familie und an Frauen muß verhindert werden, bevor sie zerstört", so die Bundessprecherin der "initiative Freiheitlicher Frauen", Landesrätin Ursula Haubner anläßlich des heutigen internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen. Es sei besonders wichtig, die Bevölkerung zu sensibilisieren, "damit Gewalt in der Familie und an Frauen endlich bekämpft werden kann." ****

Haubner forderte deshalb begleitende Maßnahmen für das seit 1. Mai 1997 geltende Wegweiserecht. Derzeit bleiben die Ursachen der Gewalttätigkeit unberücksichtigt, Problemlösungen werden nicht angeboten. Hier setze der Vorschlag zu begleitenden Maßnahmen für das Wegweiserecht an:

Nach jedem Polizei- und Rettungseinsatz, der auf Grund innerfamiliärer Gewalt durchgeführt werde, solle die Mitarbeit eines Sozial- und Lebensberaters obligatorisch sein. Dieser könne psychische "Erste Hilfe" bei Familienmitgliedern leisten. In weiterer Folge wäre der Sozial- und Lebensberater sowohl für die Therapie des gewalttätig gewordenen Lebenspartners als auch als persönlicher Ansprechpartner für Frau/Mann und Kinder des "Weggewiesenen" zuständig. In den USA habe es sich bewährt, daß viele Sanitäter auch eine Ausbildung zum Sozialarbeiter absolvieren. "Es wird ein zweijähriger College-Lehrgang angeboten, so daß neben körperlicher Hilfe auch psychologische Erstbetreuung geleistet werden kann, was zumindest ebenso wertvoll ist", so Haubner.

Die intensive Arbeit des Sozial- und Lebensberaters mit allen Beteiligten würde die Wahrscheinlichkeit einer Lösung der innerfamiliären Probleme erhöhen. Eine weitgehend spannungsfreie Rückkehr des Mannes/der Frau nach erfolgter Therapie in die gemeinsame Wohnung würde so in vielen Fällen möglich. "Dies wäre vor allem für die weitere Entwicklung der betroffenen Kinder enorm wichtig, die in einer intakten Familie aufwachsen sollten", betonte Haubner die Dringlichkeit von Begleitmaßnahmen zum Wegweiserecht. (Schluß)

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