LIF-Pöschl:Gratis-Parkpickerl führt Parkraumbewirtschaftung ad absurdum

"Erfolgsstory Parkraumbewirtschaftung" soll fortgesetzt werden!

Wien (OTS) Das von den Wiener Freiheitlichen im Rahmen einer Dringlichen Anfrage im heutigen Landtag geforderte kostenlose Parkpickerl für Wien stößt bei den Wiener Liberalen auf Ablehnung. "Parkpickerl gratis an die AutofahrerInnen zu vergeben, würde das System der Parkraumbewirtschaftung ad absurdum führen", kritisierte Hanno Pöschl, Verkehrssprecher des LIF. Denn diese Maßnahme würde im Grunde die Abschaffung der Kurzparkzone bedeuten.

Dagegen spricht sich Pöschl entschieden aus. "Die Parkraumbewirtschaftung hat sich als eine der erfolgreichsten Maßnahmen zur Reduzierung des innerstädtischen motorisierten Individualverkehrs in Wien bewährt. Die Stellplatzauslastung im öffentlichen Straßenraum konnte in allen Bezirken deutlich unter 100% gesenkt werden, die Falschparker und der gesamte Verkehrsfluss wurden reduziert", sagte der liberale Verkehrssprecher. Auch die Zufriedenheit der Anrainer mit der Parkraumbewirtschaftung ist hoch, nur 30% sind nach der Einführung unzufrieden.

Aufgrund der Erfolge der Parkraumbewirtschaftungskommission stellten die Wiener Liberalen im Landtag einen Antrag, diese nicht aufzulösen, sondern dafür zu sorgen, dass die Kommission weiterhin zur Verbesserung der Parkraumsituation beiträgt. "Wir fordern die Überprüfung einer möglichen Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung durch die Parkraumbewirtschaftungskommission", so Pöschl.

Darüber hinaus thematisierte Pöschl im Rahmen der Dringlichen Anfrage auch die Verwendung der Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung zur Förderung des Radverkehrs. Entscheidende Strategiepapiere der Stadt Wien, wie zum Beispiel der Stadtentwicklungsplan, das Verkehrskonzept Wien und das unlängst beschlossene Klip, haben die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs zum Ziel. "Diesem Ziel können wir uns durch die Ausweitung des Radverkehrs nähern. Es ist beschämend, dass der Radverkehrsanteil in Wien, verglichen mit anderen österreichischen Städten wie Graz oder Salzburg, aber auch im internationalen Vergleich, äußerst gering ist", kritisierte Pöschl, "insbesondere deshalb, weil Wien ja eigentlich bestrebt ist, sich als Umweltmusterstadt zu vermarkten."

Damit die "Erfolgsstory Parkraumbewirtschaftung" fortgesetzt werden könne, forderte der liberale Verkehrssprecher schließlich zum wiederholten Mal eine Vereinheitlichung der Parkraumbewirtschaftung sowohl in zeitlicher als auch räumlicher Hinsicht. Mit dem Park-Profi haben die Wiener Liberalen auf das derzeit bestehende Chaos in der Parkraumbewirtschaftung unmittelbar und bürgerInnenfreundlich reagiert. "Trotzdem müssen die bestehenden Unterschiede innerhalb des Systems der Parkraumbewirtschaftung im Sinne der AutofahrerInnen so rasch wie möglich beseitigt werden", so Pöschl abschließend.

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