Schweitzer: Keine Freisetzung von Genpflanzen in Österreich!

Heftige FPÖ-Kritik an geplantem Gentech-Projekt des Wissenschaftsministeriums

Wien, 1999-11-25 (fpd) - Scharfe Kritik an dem von den Ministern Einem und Molterer gemeinsam formulierten Antrag zur 23,9-Millionen-Schilling-Förderung und Freisetzung von transgenen Obstbäumen kam heute vom freiheitlichen Umweltsprecher Mag. Karl Schweitzer. ****

"Offenbar ist man in den Regierungsparteien nur darauf bedacht, die Gentechlobby zufriedenzustellen und dazu ist ihnen wohl jedes Mittel recht. Man schreckt nicht davor zurück, die Gentechnik still und heimlich durch ein Hintertürl in die österreichische Landwirtschaft einzuschleusen, indem man Konsumentenschutz- und Umweltministerium umgeht und ein die gesamte österreichische Ökologie gefährdendes Gentech-Freisetzungsprojekt als wissenschaftliches Sicherheitsforschungsprojekt tarnt", zeigte sich Schweitzer entrüstet.

Mit dieser Vorgangsweise, so der freiheitliche Umweltsprecher weiter, würden die Regierungsparteien nicht nur den bis jetzt hervorragenden Ruf des Feinkostladens Österreich in der gesamten Europäischen Union in Mißkredit bringen, sondern dies stelle zudem einen ungeheuren Affront dar gegen jene 1,2 Millionen Österreicher, die 1997 das Gentechnikvolksbegehren unterzeichnet haben.

"Für die Freisetzung genmanipulierter Pflanzen darf auch in Zukunft in Österreich nicht ein einziger Schilling ausgegeben werden, geschweige denn 23,9 Millionen Schilling von den Steuerzahlern", betonte Schweitzer. Bis heute sei es gelungen, Freisetzungen genmanipulierter Pflanzen zu verhindern und so solle es auch bleiben, bis eindeutig feststeht, welche Folgen der Einsatz der Gentechnologie in der Landwirtschaft mit sich bringt.

Es sei einmal mehr bezeichnend für die Sozialdemokraten, vor den Wahlen Versprechungen zu machen, um diese dann zu brechen. Anstatt die große Chance wahrzunehmen, Österreich in der internationalen Marktwirtschaft erfolgreich als jenes Land mit garantiert gentechnikfreier Landwirtschaft zu positionieren, beschleunigen SPÖ und ÖVP mit diesen Aktionen lediglich den Ausverkauf der heimischen Agrarwirtschaft, sagte Schweitzer. (Schluß)

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