Verordnung über Nationalpark Thayatal beschlossen

Anfang 2000 sind 1.330 Hektar fix

St.Pölten (NLK) - Die NÖ Landesregierung hat dieser Tage die Verordnung zum Nationalpark Thayatal beschlossen. Mit dieser Verordnung wurde ein weiterer Schritt zu diesem Nationalpark gesetzt. Mit 1. Jänner 2000 wird der Nationalpark Thayatal im Ausmaß von rund 1.330 Hektar Wirklichkeit werden, wobei das Gebiet am rechten Thayaufer die Waldteile umfaßt, aber auch die Fugnitz bis in den Bereich der Hohen Sulz miteinbezogen wird. Das gesamte, als Nationalpark geplante Gebiet erreicht außerdem die an das Thayatal anschließenden Wälder auf der Hochfläche. Zudem gibt es Innengrenzen, innerhalb der auf Dauer keine wirtschaftlichen Eingriffe mehr erlaubt sind.

In der Vereinbarung vom 26. Oktober 1997 gemäß Artikel 15a B-VG zwischen dem Bund und dem Land Niederösterreich über die Errichtung und Erhaltung eines Nationalparkes Thayatal wurde zudem eine Erweiterung in Aussicht gestellt. Diese Erweiterung des Nationalparkes auf 1.700 Hektar soll durch Verhandlungen mit den Grundeigentümern und durch eine Veränderung der Verordnung ermöglicht werden.

Die Kosten für den Nationalpark Thayatal werden pro Jahr bis zu vier Millionen Schilling betragen, wobei derzeit noch Verhandlungen mit Grundeigentümern wegen der Entschädigungszahlungen geführt werden. Die Kosten werden vom Bund und vom Land Niederösterreich getragen. Den Gemeinden erwachsen keine Kosten.

"Mit dem Beschluß der NÖ Landesregierung tritt die Verordnung in Kraft. Damit ist die Sicherstellung der Eröffnung des Nationalparkes Thayatal für den 1. Jänner 2000 fixiert", sagte Landeshauptmannstellvertreter Dr. Hannes Bauer. "Das ist wichtig, damit alle parallel laufenden Arbeiten und Initiativen weitergehen können. Neben dem ökologischen Effekt werden auch direkt und indirekt - etwa durch Gelder in die Infrastruktur und in die Betriebe -Arbeitsplätze geschaffen und gesichert. Immerhin rechnet man mit etwa 100.000 Besuchern jährlich, was einen weiteren Schritt in Richtung ‚sanfter Tourismus‘ und eine wesentliche Bereicherung des Freizeitangebotes der Region bedeutet." Zur noch ausstehenden Einigung mit den Großgrundbesitzern im Nationalpark merkte Bauer an, er freue sich, daß mit den kleineren landwirtschaftlichen Betrieben eine Einigung erzielt werden konnte. Er sei zuversichtlich, daß auch mit den Großgrundbesitzern zumindest eine Annäherung der Standpunkte erreicht wird.

"Mit der von der Landesregierung beschlossenen Verordnung wird der festgelegte Zeitplan für den Nationalpark Thayatal eingehalten", erklärte Landesrat Franz Blochberger. "Natürlich sind jetzt weitere Gespräche mit den Grundeigentümern wichtig. Ich bin aber überzeugt, daß es zu einer Einigung kommen wird. Wichtig ist in den nächsten Monaten vor allem, die Weichen für ein Nationalparkzentrum zu stellen, damit die bestmögliche Verwertung des Nationalparks und der Region in Angriff genommen werden kann."

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