"Going Private" Antrag auf reguläres Delisting der Ingram Macrotron AG wurde vom Landgericht München I bestätigt ots Ad hoc-Service: MACROTRON AG <DE0006549108>

Dornach bei München (ots Ad hoc-Service) - Für den Inhalt ist allein der Emittent verantwortlich

Mit Zustimmung der
letzten Hauptversammlung der Ingram Macrotron AG (damals noch Macrotron AG) am 20./21. Mai 1999 hatte der Vorstand das reguläre Delisting der Gesellschaft beantragt. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapier- besitz und drei private Anleger haben daraufhin die Rechtmäßigkeit der Ermächtigung des Vorstands zum Delisting angefochten. Im Urteil vom 4. November 1999 hat das Landgericht München I nun die Klagen mit der Begründung abgewiesen, daß alle Beschlüsse der Hauptversammlung formal korrekt gefaßt worden seien und kein Verstoß gegen die Rechte der Minderheitsaktionäre oder gegen den Schutz des Eigentums vorliege (Geschäftsnr. 5HK O 10580/99). Derzeit werden über 96% der Aktien der Ingram Macrotron AG von Ingram Micro, dem weltweit größten Distributionsunternehmen für IT-Produkte und -Services mit Hauptsitz in Santa Ana/Kalifornien, gehalten.

Im Rahmen der letzten Hauptversammlung der Macrotron AG stellte der Vorstand den Antrag auf Widerruf der amtlichen Notierung der Aktien der Macrotron Aktiengesellschaft für Datenerfassungssysteme, Wertpapier- Kenn-Nummern 654910 und 654913, bei den Börsenzulassungsstellen der Frankfurter Wertpapierbörse und der Bayerischen Börse in München. Die Hauptversammlung hatte den Vorstand hierzu in einem mehrheitlichen Beschluß ermächtigt. Zuvor hatte die Ingram Micro Development GmbH, Dornach, das freiwillige Kaufangebot für die ausstehenden Aktien auf 601,00 Euro pro Stammaktie und 555,00 Euro pro Vorzugsaktie im Nennwert von jeweils 50,00 DM erhöht.

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz und drei private Anleger klagten daraufhin vor dem Landgericht München I mit der Begründung, daß die beschlossene Ermächtigung des Vorstands auf Beantragung des regulären Delistings rechtswidrig sei. Das Landgericht wies die Klage mit der Begründung zurück, daß zum einen mit dem mehrheitlichen Beschluß der Hauptversammlung das Vorhaben des Vorstands gebilligt worden sei und daß zum anderen die Wahrung der rechtlichen Interessen der Aktionäre ausreichend gewährleistet erscheine. Das Gericht ist weiterhin der Auffassung, daß das Delisting die vermögensrechtlichen Interessen einer Minderheit nicht berühre, da diesen durch ein freiwilliges öffentliches Kaufangebot der Aktien zum Höchstkurs der vorausgegangenen sechs Monate Rechnung getragen worden sei. Darüber hinaus stelle das Delisting als solches keinen Eigentumseingriff dar, da nicht die Veräußerungsmöglichkeit von Unternehmensanteilen an der Börse, sondern der Anteil am Unternehmen der Kern des Eigentums sei. Die Ingram Macrotron AG ist mit dem Ausgang des Verfahrens zufrieden.

Ende der Mitteilung
Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HER/OTS AD HOC-SERVI