AK gegen freiheitlichen "Apartheid-Ausweis"

Wien (OTS) - Die Bundesarbeitskammer spricht sich strikt gegen
die FPÖ-Idee einer Ausländer-Identifikation aus und weist derartige Vorschläge als diskriminierend zurück. Die Behauptung des FPÖ-Obmanns Jörg Haider, auch die Bundesarbeitskammer habe die Einführung einer Identitätskarte für richtig befunden, ist eine Unterstellung. ****

Tatsächlich hat die Arbeiterkammer Mitte der neunziger vorgeschlagen, dass alle Arbeitnehmer sich über ihren Sozialversicherungsausweis identifizieren können. Der Vorteil: Zum einen könnten die Arbeitnehmer sicher sein, dass sie ordnungsgemäss angemeldet und damit versichert sind. Die Erfahrungen in der AK Arbeitsrechtsberatung zeigen nämlich immer wieder, dass viele Arbeitnehmer gar nicht wissen, dass sie schwarz beschäftigt werden, nicht angemeldet wurden. Zum zweiten wären die Kontrollen jener Unternehmen, die organisiert illegal beschäftigen, leichter. Der wesentliche Unterschied zum FPÖ-Vorschlag: Damit ein derartiger Ausweis nicht diskriminierend wäre, sollten ihn alle Arbeitnehmer bekommen.

Die FPÖ-Idee eines Ausländeridentifikation weist die AK als diskriminierenden "Apartheid-Ausweis" zurück.

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