Einladung zur Pressekonferenz am Freitag, dem 26. November 1999 um 10.45 Uhr im Prominentenzimmer der Universität Wien (1010 Wien, Dr. Karl Luegerring 1, beim Audi Max)

Gewalt und Mißbrauch in Familien, Mobbing und Belästigung am Arbeitsplatz - für Psychologen und Psychotherapeuten stehen problematische Bindungs- und Beziehungsmuster damit in eindeutigem Zusammenhang

Wien (OTS) - Unser Leben ist vom ersten Tag an durch Beziehungen geprägt. Positive und negative Erfahrungen im Umgang mit unseren ersten Bezugspersonen beeinflussen unseren Bindungsstil und somit die Gestaltung von privaten und beruflichen Interaktionen. Problematische Bindungsstile fließen in alle Lebensbereiche ein und führen zu wiederkehrenden Schwierigkeiten, wie zum Beispiel hervorbrechenden Aggressionen, Abhängigkeit von anderen oder Isolation.

Mit der wissenschaftlichen Erforschung und den praktischen Veränderungsmöglichkeiten solcher Bindungs- und Beziehungsstile im Rahmen von Psychotherapie und Klinischer Psychologie befaßt sich am 26. und 27. November der Kongreß des Berufsverbandes Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP) zum Thema "Bindung und Interaktion". Führende Wissenschaftler des deutschsprachigen Raumes präsentieren in Wien ihre Forschungsaktivitäten und deren Bedeutung für die therapeutische Beziehungsgestaltung und die klinisch-psychologische Intervention.

Bei vielen Menschen in Psychotherapie und klinisch-psychologischer Betreuung zeigt sich, daß ihre Probleme im Privat- und Berufsleben aus einer problematischen Beziehungsgestaltung resultieren. Ein zentraler Themenbereich der Psychotherapie ist daher die Analyse und Veränderung von Verhaltens-, Gefühls- und Denkmuster, die damit in Zusammenhang stehen. Aber nicht nur das Alltagsleben der Patienten ist von diesen Bindungsmustern geprägt, auch in der Beziehung zwischen Patient und Behandler zeigen sich diese Muster mit oft stark appellativem Charakter.

Daher ist besonders für Therapeuten der fachlich kompetente Umgang mit jenen interaktiven Phänomenen eine grundlegende Voraussetzung professionellen Handelns. Im Sinne einer Qualitätssicherung müssen Klinische Psychologen und Psychotherapeuten in der Ausbildung lernen, in angemessener Weise auf besonders fordernde, ablehnende, oder aggressive Patienten zu reagieren, um auf diese Weise neue Beziehungserfahrungen vermitteln zu können, welche dem Klienten eine Veränderung seiner problematischen Muster ermöglichen.

Für Ihre Fragen stehen zur Verfügung:

Univ. Prof. Dr. Klaus Grossmann (Universität Regensburg)
Univ. Prof. Dr. Rainer Sachse (Ruhruniversität Bochum)
Univ. Prof. Dr. Ilse Kryspin-Exner (Universität Wien)
Dr. Christine Butschek (Ehrenpräsidentin, SektionPsychotherapie des BÖP)
Univ. Prof. Dr. Rudolf Schoberberger (Sektion Klinische und Gesundheitspsychologie des BÖP)

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