Absurdes Theater rund um Autobahnlückenschluss

Transporteure an ASFINAG: bitte absagen - Mittel aus Straßenverkehr für Straßenverkehrsvorhaben einsetzen!

PWK - "Ich fordere die ASFINAG dringend auf, das von ihr inszenierte Straßenbautheater auf der Pack anders zu inszenieren oder abzusagen", ärgert sich der Vorsteher des Fachverbandes Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich, Adolf Moser, über die jüngsten Vorgänge in der ASFINAG. "Das Stück kann so nicht gespielt werden." ****

Die Republik kassiere im Jahr mehr als 100 Milliarden Schilling vom Straßenverkehr. Allein die Mineralölsteuer betrage ca. 35 Milliarden Schilling. Trotzdem werde der Ausbau der Pack-Autobahn dann von der ASFINAG - möglichst medienwirksam - von der Einführung des Lkw-Road-Pricing abhängig gemacht.

"Wir haben immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass das Lkw-Road-Pricing ein Nullsummenspiel ist. Die Ausführung notwendiger Bauvorhaben muss aus dem Geld finanziert werden, das vom Straßenverkehr aufgebracht wird." Es stünde der ASFINAG besser an, sich auf ihre ureigenste Aufgabe, nämlich Straßenplanung, Straßenbau und Straßenerhaltung zu besinnen, betont Moser.

Das von der ASFINAG geplante Lkw-Road-Pricing Projekt solle mit "Steinzeittechnologie", nämlich durch den Bau von 23 Mautstellen in ganz Österreich, realisiert werden. Die Wirtschaft begrüße hingegen die Vorgangsweise von Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner, auch beim Lkw-Road-Pricing auf modernste Technologien zu setzen. Außerdem sei in einem vereinten Europa der Gleichklang der Straßenbesteuerung für die Transporteure unerlässlich.

Zur Klarstellung: Die Einnahmen aus dem Lkw-Road-Pricing sollen etwa

zwei Milliarden Schilling ausmachen. Die vorgesehenen Bauvorhaben, wie der Ausbau der einröhrigen Tunnelstrecken, der Vollausbau der Pack-Autobahn, die Realisierung der B 301 und der S 18 etc. sollten, früheren Pressemeldungen zufolge, alle aus dem Lkw-Road-Pricing finanziert werden. Auch die jüngsten Pressemeldungen der ASFINAG zu diesem Thema machten in diese Richtung kräftig Stimmung. Leider gehe all das an den Tatsachen vorbei. Wenn tatsächlich all diese Vorhaben nur mit zwei Milliarden Schilling pro Jahr finanziert werden sollten, würden sie gerade bis zur nächsten Jahrhundertwende, nämlich im Jahr 2101, fertiggestellt sein.

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