News-Presseaussendung

Wien (OTS) - (WIEDERHOLUNG) =

Wie das Nachrichtenmagazin News in seiner morgen
erscheinenden Ausgabe berichtet, planen Wissenschaftsminister Caspar Einem und Landwirtschaftsminister Wilhelm Molterer die Freisetzung von gentechnisch manipulierten Marillen und Kirschen in Österreich mit 24 Millionen Schilling zu subventionieren.

News legt ein bereits von beiden Ministern unterschriebener Vortrag an den Ministerrat vor, der mit 28. Oktober 1999 datiert ist.

Konkret geht es um ein Projekt des Institutes für Angewandte Mikrobiologie der Universität für Bodenkultur in Wien. Die Forscher wollen transgene Steinobstbäume - Marillen und Kirschen -auspflanzen, die bisher in geschlossenen Systemen unter Einsatz gentechnischer Methoden gezüchtet wurden. Die Marillenbäume sollen beispielsweise resistent gegen den Scharka-Virus sein. Jetzt sollen die genmanipulierten Pflanzen zunächst in einem sogenannten Saran-Haus ausgepflanzt werden, um zu sehen wie sich die Pflanzen entwickeln. In einem nächsten Schritt ist dann die Freisetzung - ohne das schützende Saran-Haus - vorgesehen.

Im Einem-Molterer-Papier heißt es dazu wörtlich: "Falls auf Grund der in geschlossenen Systemen gewonnenen Erfahrungen gewährleistet ist, dass keione nachteiligen Folgen für die Sicherheit zu erwarten sind, kann ein Teil der Untersuchungen auch im Freiland weitergeführt werden."

Der Entwurf, der noch im November im Ministerrat beschlossen werden soll, steht damit in krassem Widerspruch zu einem Schreiben von Bundeskanzler Viktor Klima an die drei größten heimischen Umweltschutzorganisationen. Klima hat Greenpeace, Global 2000 und dem WWF noch am 27. September - sechs Tage vor der Nationalratswahl -zugesichert, daß vom Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Österreich abgesehen werden soll.

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