Bundesarbeitskammer (4): Hört auf mit der Verunsicherung der Handelsangestellten

Öffnungszeiten im Handel ausreichend - Bundesarbeitskammer gegen Ausweitung der Öffnungszeiten

Brunn/Gebirge (OTS) - Auf die 300.000 Beschäftigten im Handel
kommt jetzt die härteste Zeit im Jahr zu. Gerade in dieser Zeit sei es besonders unfair, sie mit ständigen Forderungen nach einer Ausweitung der Ladenöffnungszeiten zu verunsichern. Das betonten heute, Mittwoch, Sprecher der Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen und des ÖAAB auf der Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer. Umfragen zeigen, dass die Konsumenten mit den bestehenden Öffnungszeiten auskommen. Die schon möglichen Öffnungszeiten werden vom Handel nicht ausgenützt, ein Großteil der Handelsunternehmen will selbst keine Ausweitung. Daher spricht sich die Bundesarbeitskammer in heute, Mittwoch, auf der Hauptversammlung einstimmig beschlossenen Anträgen gegen weitere Deregulierungen der Öffnungszeiten und der Sonn- und Feiertragsruhe aus.****

Seit 1987 wurden die Öffnungszeiten laufend erweitert. 1997 wurde der verkaufsoffene Samstag eingeführt. Trotz gesetzlicher und kollektivvertraglicher Verbesserungen wird die Arbeitssituation im Einzelhandel immer schwieriger.

Für die Beschäftigten im Handel führen die Veränderungen der Öffnungszeiten und damit ihres Arbeitszeit-Rahmens zu einer tiefen Verunsicherung: Werden sich die Arbeitszeiten an meinem Arbeitsplatz ändern? Kann ich mithalten? Sind die Kinderbetreuungseinrichtungen, die Verkehrsmöglichkeiten für den Arbeitsweg mit einer Änderung der Ladenöffnung vereinbar? Wird der Betrieb am Standort bleiben können? Besonders betroffen davon sind die rund 200.000 Frauen im Handel.

Eine Notwendigkeit zur erneuten Änderung der Öffnungszeiten besteht nach Auffassung der Bundearbeitskammer nicht, heißt es in den heute beschlossenen zwei Anträgen. Weder die Konsumenten noch ein Großteil der Handelsunternehmen wollen ausgeweitete Ladenöffnungszeiten oder einen verkaufsoffenen Sonntag. Schon die derzeit bestehenden Möglichkeiten werden nicht ausgenutzt oder nicht überall von den Konsumenten angenommen.

Daher sprach sich die Bundesarbeitskammer auf ihrer 125. Hauptversammlung entschieden gegen weitere Deregulierungen der Öffnungszeiten oder der Sonn- und Feiertagsruhe aus. Die Behörden werden aufgefordert, gegen die zunehmende Missachtung der gesetzlichen Bestimmungen stärker vorzugehen.

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