Gewerkschaft: Integration statt Hetze

GdG-Jugend gegen freiheitliche "A-Card"

Wien (GdG/ÖGB). "Die Freiheitlichen haben wieder einmal ein Mittel gefunden, um ausländische KollegInnen mieszumachen und in der Bevölkerung Angst zu schüren", stellt der Bundesjugendvorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Thomas Bohrn, hinsichtlich des freiheitlichen Vorschlages einer "A-Card" für Ausländer, fest. Eine Identifikationskarte für ausländische KollegInnen wird seitens der GdG-Jugend entschieden abgelehnt. ++++

In Anlehnung an die amerikanische Green Card soll - laut Haiders Vorstellungen - eine "A-Card" für in Österreich legal lebende Ausländer verpflichtend sein. Damit zeigt Haider wieder einmal sein wahres Gesicht. "Einerseits stellen sich die Freiheitlichen als die ‚wahren Österreicher‘ hin, andererseits lehnen sie sich mit ihren Modellen an Amerika an. Das passt irgendwie nicht ganz zusammen", ist Thomas Bohrn, GdG-Bundesjugendvorsitzender, verwundert. Es dürfe nicht so weit kommen, dass Ausländer am Arbeitsmarkt als Sündenböcke hingestellt werden. Schwarzarbeit bei den Unternehmen sei zu bekämpfen und nicht Ausländer. Denn ausländische KollegInnen seien gezwungen, jede Arbeit anzunehmen; sie könnten es sich nicht leisten zu fragen, ob sie ein ordentliches Dienstverhältnis haben oder nicht.

"Wir stehen für Integration statt Hetze", betont der GdG-Bundesjugendvorsitzende. "Es ist nicht alles gut, nur weil es aus Amerika kommt." In gewisser Weise erinnerten Haiders Anwandlungen an längst vergangen geglaubte Zeiten, in denen ebenfalls Menschen mit Zeichen als minderwertig stigmatisiert worden sind. "Und so etwas darf wirklich nicht mehr - und schon gar nicht in unserer Zeit passieren. Für uns steht der Mensch im Mittelpunkt, gleich welcher Nationalität, Hautfarbe oder Religion", so Bohrn. "Man darf gespannt sein, welche Gruppe von Menschen nächstes Ziel der freiheitlichen Hetzpolitik wird."

ÖGB, 24. November 1999 Nr. 568

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