LIF-Hecht: Haus der Geschichte darf nicht am Standort scheitern!

Niederösterreichische Landesregierung soll statt Palais Epstein für Parlamentsbüros genutzt werden.

Wien (OTS) Für eine rasche Umsetzung der Idee eines Hauses der Geschichte sprach sich heute Gabriele Hecht, Klubvorsitzende des Liberalen Forums Wien, in der Aktuellen Stunde des Wiener Gemeinderates aus. "Wien braucht endlich ein Haus der Geschichte als Ort der Begegnung für Menschen, die die Geschichte suchen", so Hecht.

Kern der Idee eines Hauses der Geschichte muss die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Intoleranz gegenüber den Juden in Österreich mit dem Schwerpunkt Holocaust sein. "Es geht um eine Auseinandersetzung mit der Schuldfrage und um die Aufarbeitung der Umstände, die Menschen zu Mittätern, Wegschauenden und Gleichgültigen gemacht haben", betonte die liberale Klubvorsitzende.

Dem von Unterrichtsministerin Gehrer vorgelegten Konzept für ein "Haus der Geschichte der Republik Österreich", das eine Aufarbeitung der österreichischen Geschichte von 1918 bis in die Gegenwart vorsieht, könne sie deshalb auch nichts abgewinnen. "Das ÖVP-Konzept geht viel zu sehr in die Breite, die grundlegende Idee eines Hauses der Geschichte würde dadurch verwässert", so Hecht. Demgegenüber entspreche das von Minister Einem präsentierte Konzept für ein Haus der Geschichte weitestgehend den Vorstellungen der Liberalen. Nun sei die Stadt Wien zu einer kooperativen Umsetzung dieser Idee eines Hauses der Geschichte aufgefordert.

Bereits im Mai dieses Jahres hatten die Wiener Liberalen ihr Konzept für ein Haus der Geschichte vorgestellt. "Wir haben vorgeschlagen, ein Museum zur Geschichte des Holocaust zu errichten, das nicht nur Ausstellungsbereich ist, sondern auch Forschungs- und Ausbildungsstätte", erläuterte Hecht. Das Museum soll demnach drei Kernbereiche umfassen: den Ausbildungsbereich mit einem multimedialen Learning-Center, in dem SchülerInnen und Jugendliche sich mit der Geschichte auseinandersetzen können, den Ausstellungsbereich und den Bereich Forschung, der eine Plattform für internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit bieten soll.

Was den Standort betrifft, haben sich die Wiener Liberalen von Anfang an für das von Leon Zelman vorgeschlagene Palais Epstein ausgesprochen. "Das Epstein eignet sich durch seine Lage und Vergangenheit hervorragend als Ort für ein Haus der Geschichte. Dass das Parlament mit seinen Büros in dieses geschichtsträchtige Gebäude einziehen soll, ist vollkommen unsinnig. Für das Parlament könnten leicht andere Räumlichkeiten gefunden werden", so Hecht.

In diesem Zusammenhang schlug die liberale Klubvorsitzende vor, die ehemaligen Räumlichkeiten der Niederösterreichischen Landesregierung in der Herrengasse für die Büros des Parlaments und nicht - wie von Innenminister Schlögl kürzlich vorgeschlagen - als Standort für ein Haus der Geschichte zu nutzen. "Mit diesem alternativen Raumangebot für das Parlament könnten wir der Umsetzung der Idee eines Hauses der Geschichte im Palais Epstein um ein großes Stück näher kommen. Denn am Standort darf das Projekt nicht scheitern", so Hecht abschließend.

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