LIF-Bolena: "10 Millionen zur Rettung der Wiener Kindergruppen wären vorhanden!"

Wiener Liberale stellen Antrag zur Rettung der Kindergruppen

Wien (OTS) Die Wiener Liberalen unternahmen heute einen erneuten Versuch, das Fortbestehen der Kindergruppen zu ermöglichen. Ein Antrag bei der Gemeinderatssitzung soll das Überleben der Kindergruppen durch die Zweckwidmung von 10 Millionen Schilling sichern.

"Durch den Verkauf der ehemaligen Kinderklinik Glanzing und der damit verbundenen Auflösung des Betreiberfonds stehen der Gemeinde Wien rund 10 Millionen Schilling zur Verfügung, die angesichts des günstigen Erwerbs des Areals zusätzlich vergeben werden könnten. Diese Mittel sollen mit besonderem Augenmerk auf die Bedürfnisse von Eltern und Kindern vergeben werden. Gleichzeitig spricht der Dachverband der Wiener Kindergruppen von 10 Millionen Schilling, die zur Sicherung des Betriebes der Kindergruppen notwendig wären", erklärte Alexandra Bolena, Sozialsprecherin der Wiener Liberalen.

Mit einem entsprechenden Antrag fordern die Wiener Liberalen die Zweckwidmung des Erlöses. "Wir fordern, dass die 10 Millionen den Wiener Kindergruppen zur Verfügung gestellt werden, um deren Betrieb für das nächste Jahr zu sichern", so Bolena. Zudem gewährleiste die Finanzierung nicht nur den Fortbestand der Kindergruppen, sie schaffe auch einen zeitlichen Rahmen, der von der zuständigen Stadträtin Laska dazu genutzt werden könnte, mit den Beteiligten die weitere Vorgangsweise zu diskutieren. Denn die heute im Gemeinderat zur Abstimmung gelangende vertragliche Lösung sei nicht ausreichend.

Diskussionsbedarf ist tatsächlich gegeben. Sechs Kindergruppen mussten bereits geschlossen werden, weitere werden folgen. "Diese Entwicklung ist angesichts der Tatsache, dass pro Kind monatlich ein Beitrag von fast 5000 Schilling geleistet werden muss, nicht verwunderlich", sagte Bolena und verwies auf eine verhängnisvolle Spirale. "Diese hohe Summe ist notwendig, damit sich die Kindergruppen überhaupt noch halten können. Dadurch, dass viele Eltern, die sich die Kindergruppen nicht mehr leisten können und ihre Kinder deshalb aus diesen wieder herausnehmen, steigen die monatlichen Kosten für die verbleibenden Kinder natürlich weiter an. Dieser Teufelskreis bedeutet früher oder später den Tod für alle Kindergruppen", so Bolena.

Diese Entwicklung sei umso bedauerlicher, als es gerade die Kindergruppen seien, die dem vom Qualitätszirkel der Kindergarten- & HortbetreuerInnen geforderten Betreuungsstandard entsprechen. "Doch das beeindruckt die zuständige Stadträtin Laska offensichtlich überhaupt nicht", führte die liberale Gemeinderätin an. Stadträtin Laska habe mit ihrer Aussage "Kindergruppen sind wie Luxuslimousinen, und ich will keine Luxuslimousinen fördern" wenig Feingefühl bewiesen. Diese Argumentation sei vor allem auch deshalb nicht nachvollziehbar, da die sogenannten Luxuslimousinen den SteuerzahlerInnen billiger kommen als Gemeindekindergärten. Selbst wenn sich Stadträtin Laska endlich dazu durchringen könnte, die Kindergruppen zu unterstützen, käme diese Förderung in der Höhe von 3600 Schilling immer noch billiger als die Förderung von Gemeindekindergärten, denn diese kosten dem Steuerzahler pro Kind monatlich rund 9000 Schilling.

"Frau Laska ist es aus ideologischen Gründen offensichtlich lieber, dass ein Kind von einer Kindergruppe in einen Gemeindekindergarten kommt, auch wenn dies dem Steuerzahler das Dreifache von dem kostet, was eine adäquate Unterstützung der Kindergruppen ausmachen würde", so Bolenas Kritik.

"Hinter dieser ganzen Diskussion darf aber eines auf keinen Fall vergessen werden: Im Mittelpunkt sollten immer die Kinder und nicht Zahlen stehen. Sozialstadträtin Laska sollte ihre Entscheidung daher wirklich noch einmal überdenken", so Bolena abschließend.

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