Sensationelle Wende im Fall Marcus Omofuma

- Erstmals spricht der bulgarische Gerichtsmediziner Stojcho Radanov. In einem NEWS-Exklusivinterview sagt er: "Wurde von österreichischen Behörden unter Druck gesetzt." - Stojcho Radanov widerspricht dem Wiener Gerichtsmediziner Christian Reiter, der zu dem Schluß gekommen war, daß Omofuma infolge einer Embolie gestorben ist. "Marcus Omofuma starb, weil sein Mund verklebt und der Körper gefesselt wurde." - Ein Chauffeur überbrachte im Auftrag eines österreichischen Ministeriums Briefe, in denen Radanov andere Todesursachen als Ersticken nahegelegt wurden. Vorausmeldung News Nr. 47/1999, 25.11.1999

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe bereichtet, ist im Fall Marcus Omofuma eine sensationelle Wende eingetreten.

Stojcho Radanov, Leiter des Instituts für Gerichtsmedizin in Sofia und Mitglied der polnischen, französischen und internationalen Gesellschaft für Kriminologie und Gerichtsmedizin, der die Leiche von Marcus Omofuma unmittelbar nach dessen Tod obduziert hat, bricht nun erstmals sein Schweigen.

Zur Todesursache sagt er: "Marcus Omofuma wurde durch das Verkleben des Mundes und die Fesselung des Oberkörpers die Sauerstoffzufuhr erschwert, dadurch kam es zu Sauerstoffmangel und in der Folge zu krampfartigen Bewegungen, die so aussahen, als ob er sich wehren würde. In Wirklichkeit war das sein Todeskampf. Bei der Landung in Sofia war er längst tot."

Zur Intervention sagt er: "Österreichische Behörden haben mich mit Briefen und Anrufen unter Druck gesetzt. Sie wollten mir nahelegen, daß Omofuma an einer Herzkrankheit und nicht an Ersticken verstorben ist."

Zur zweiten Obduktion in Wien sagt er: "Nach unserer Obduktion in Sofia wollte zuerst niemand die Leiche, deshalb wurde sie fast zwei Wochen lang ohne Balsamierung im Leichenschauhaus aufbewahrt, als Österreich die Leiche anforderte, war diese bereits im Zustand fortschreitender Verwesung, wodurch das Gutachten an sich schon relativiert wird."

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