AKNÖ-Präsident Staudinger: "ÖAAB hat den AK-Wahlkampf eröffnet"

BAK-Vorstand in Brunn am Gebirge

Wien (FSG). "Der ÖAAB hat den AK-Wahlkampf eröffnet. Anders sind diese parteipolitisch motivierten Aussagen der Herrn Tancsits und Spindlegger nicht zu interpretieren." Das stellt der Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich und Vorsitzende der sozialdemokratischen Gewerkschafter, Josef Staudinger, zu den gestrigen Verbalattacken auf die SPÖ in Sachen "Abfertigung" fest. Die Sozialdemokratischen Gewerkschafter Niederösterreichs würden sich an dieser medialen Schlammschlacht jedenfalls nicht beteiligen, sondern werden in den nächsten Wochen und Monaten ihre Leistungen für die Beschäftigten in den letzten 50 Jahren an der Spitze der AK Niederösterreich herausstreichen und positiv ihre Ziele für die Zukunft formulieren, so Staudinger.++++

Am Rande der Vorstandssitzung der Bundesarbeitskammer, die heute turnusmäßig in Niederösterreich (Hotel Böck, Brunn am Gebirge) stattfindet, erklärte Präsident Staudinger, dass jene, die den Sozialdemokraten jetzt Versäumnisse bei der Abfertigung vorwerfen, scheinbar die Geschichte nicht genau kennen. Gerade konservative Unternehmervertreter aus den Reihen der ÖVP sind es nämlich in der Vergangenheit gewesen, die sich den Fortschritten für die Beschäftigten andauernd in den Weg gestellt hätten. Auch bei der "Abfertigung", wo die SPÖ ein klares Konzept verfolgt und, um die Flexibilität und Mobilität der Beschäftigten zu erhöhen, nachweislich seit Jahren für eine "Abfertigung bei Selbstkündigung" eintritt, werde ihr nur die kalte Schulter gezeigt.

Aus diesem Grund rät Staudinger dem ÖAAB, "der angesichts der bevorstehenden AK-Wahlen scheinbar glaubt, das Sozialsystem neu erfinden zu müssen", schleunigst die Adressaten seiner Angriffe zu ändern. Diese müssten statt der Sozialdemokraten vielmehr die Herrn Maderthaner, Stummvoll und Schüssel sein.

Weiters ruft der AKNÖ-Präsident die ÖAAB-Funktionäre auf, ihre medialen Rundumschläge sofort einzustellen, die - wenige Wochen vor Weihnachten - völlig unangebrachten Wahlkampftöne zu unterlassen und umgehend wieder für die Beschäftigten da zu sein. "Sehr viele persönliche Gespräche bestätigen mir immer wieder, dass die arbeitenden Menschen eine geschlossene Interessenvertretung wollen, die ihnen zur Seite steht, die ihnen in einer Zeit voller Wandel und Neuerungen Halt und Sicherheit gibt, die ihre Interessen vertritt und mithilft, ihren Wohlstand auszubauen und ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern," so Präsident Staudinger .

Was die Arbeiterkammerwahlen im nächsten Frühjahr betrifft, hofft der FSG-Vorsitzende trotz allem nach wie vor auf Fairness von allen Beteiligten. Staudinger abschließend: "Es ist uns allen klar, dass uns manches verbindet, und das wir in anderen Fragen diametral anders denken. Aber eines sollten wir gerade angesichts der Wahl nicht zulassen, nämlich dass unsere Institution angegriffen wird. Stellen wir uns einem wirklichem Wettkampf der Ideen für die Beschäftigten in diesem Land. Schwächen wir aber nicht die Arbeitnehmereinflüsse in diesem Land in dem wir unseren Gegnern in die Hände spielen. Ich glaube, wer es ernst meint mit der Interessenvertretung der ArbeitnehmerInnen wird sich dieser Aufforderung anschließen."

FSG, 23. November 1999 Nr. 94

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