Rieder zu TBC: Künstliche Erregung von Kabas ist unbegründet

Zahl der Neuerkrankungen seit Jahren rückläufig

Wien, (OTS) Als "völlig unbegründet und verantwortungslos" bezeichnete Wiens Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder am Dienstag die "künstliche Erregung" von Wiens FP-Obmann Mag. Hilmar Kabas in Sachen Tuberkulose. "Den wirren Äußerungen kann man nur Daten und Fakten entgegenhalten", betonte Rieder gegenüber der Rathauskorrespondenz.

1. Seit 1990 geht die Zahl der Neuerkrankungen stetig zurück. 1990

erkrankten in Wien statistisch 38,5 Personen/100.000 Einwohner
an TBC, 1998 waren es 27 Personen/100.000 EW.

2. Schon seit geraumer Zeit finden in Wien gezielte Untersuchungen

von Risikogruppen statt. Diese Untersuchungen lösten die
früher üblichen und wenig erfolgreichen Reihenuntersuchungen "quer durch die Bank" ab.

3. 1998 wurden mehr als 12.000 Angehörige solcher Risikogruppen

(Obdachlose, Prostituierte, Asylwerber etc.) gezielt
untersucht. Als die Gruppe mit dem mit Abstand höchsten Risiko hat sich die Gruppe der Obdachlosen mit 31 Erkrankten herausgestellt. In der Gruppe der Asylwerber wurden z.B. keine Erkrankungen festgestellt.

4. Diese Untersuchungen von Risikogruppen werden - entgegen den

wahren Intentionen der FPÖ - von der Stadt Wien nicht diskriminierend eingesetzt, sondern sind ein Service für die Betroffenen. So haben sich im April dieses Jahres sämtliche
nach Wien geflüchteten Kosovo-Albaner freiwillig einer TBC- Untersuchung unterzogen.
5. Die TBC-Situation in Wien und Österreich entspricht dem

normalen westeuropäischen Niveau. Es besteht keinerlei Anlass für eine künstlich erzeugte Hysterie auf dem Rücken der Bevölkerung oder Teilen der Bevölkerung. (Schluss) nk/mmr

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