mobilkom austria: Erster GPRS-Call in Österreich

Wien (OTS) - mobilkom austria führte am 23. November 1999
gemeinsam mit Motorola den ersten GPRS-Call (General Packet Radio Service) in Österreich öffentlich vor. Bereits wenige Wochen nach der Weltpremiere von GPRS auf der Telecom "99 in Genf präsentierte mobilkom damit die erste mobile Online Verbindung in Österreich.

Mit dem ersten GPRS-Call in Österreich stellte mobilkom austria erneut ihre Technologieführerschaft unter Beweis. Bei der Demonstration im Wiener Arsenal wurde über A1 PocketNet live eine Verbindung ins Internet hergestellt. Eine Internetseite wurde mit einem GPRS-Handset über Infrarot auf einen Laptop heruntergeladen. "Wir haben damit zum ersten Mal in Österreich eine echte, paketorientierte Funkverbindung via Handy vorgeführt", meinte Martin Bredl, Unternehmenssprecher der mobilkom austria. Die bahnbrechende Technik GPRS, bei der die Informationen als Paket übertragen werden, gilt als Vorstufe zur 3. Mobilfunkgeneration UMTS.

In der ersten Jahreshälfte 2000 sind bereits Feldversuche im A1 Netz und ein Pilotprojekt mit Friendly Customer geplant. Die kommerzielle Einführung von GPRS soll bei mobilkom austria Mitte 2000 erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt wird dieses Service den Kunden in Österreich flächendeckend zur Verfügung stehen. Ab Mitte 2000 werden GPRS-Handys auch im Handel erhältlich sein.

Die Vorteile von GPRS

GPRS ist ein neuer, auf GSM basierender Datenträgerdienst, der es ermöglicht, Daten wesentlich rascher als derzeit zu übermitteln. Am Ende der GPRS-Entwicklung liegt die Übertragungsgeschwindigkeit bei 171.2 kbit/s. Zu Beginn (Mitte 2000) wird GPRS ca. 40 - 50 kbit/s übertragen können.

GPRS ist paketorientiert, d. h. die Daten werden nicht kontinuierlich über eine geschaltete Leitung, sondern in Form von Paketen, jedes mit eigener Zieladresse (Internet Protokoll IP), übertragen. Daher fallen der Verbindungsaufbau im herkömmlichen Sinn sowie die sogenannten Stehzeiten der Verbindung weg. Der Kunde kann somit ständig "online" sein, ohne eine Funkverbindung dauerhaft zu belegen. Obwohl der Kunde ständig online ist, zahlt er nur für die tatsächlich übertragene Datenmenge. Bei GPRS wird also nicht mehr nach Zeit, sondern nach Datenvolumen abgerechnet. Das bei mobilkom austria in diesem Jahr installierte Billingsystem ist bereits für Paketverrechnung ausgerüstet.

Anwendungsgebiete von GPRS

GPRS wird die mobile Datenübertragung für den Massenmarkt attraktiv machen. Internet könnte durch die starke Verbreitung von Handys und durch die einfache Bedienbarkeit in breiten Bevölkerungsschichten zum Durchbruch kommen.

Das Mobiltelefon wird durch GPRS zunehmend zum mobilen Büro, von dem aus der persönliche Terminkalender aktualisiert und im Internet gesurft wird, sowie e-mails empfangen und gesendet werden können.

Auch Navigationssysteme und Info-Services wie Lokalführer, Ortsbeschreibungen, Wetterberichte oder Touristik-Führer werden durch GPRS eine größere Verbreitung erfahren. Wo ist das nächste offene Kaufhaus, wo finde ich die nächste Apotheke ? - das GPRS-Handy weiß die Antwort!

Selbst Telematik-Anwendungen (Messungen, Steuerungen, Flottenmanagement) werden dank GPRS-Technik über das Mobiltelefon möglich sein, genauso wie Online-Games.

Damit die Fülle an Informationen steuerbar bleibt, werden intelligente Software-Agenten bei GPRS den Benutzer vor ungewollten Daten abschirmen. Mit lernfähigen Filterfunktionen ausgerüstet, werden Mobiltelefone in Zukunft nur mehr jene Informationen "hereinlassen", die der User als brauchbar definiert.

Dank der höheren Übertragungsgeschwindigkeiten wird es mit der neuen Technik etwa möglich sein, Bilder übers Mobiltelefon zu verschicken. Während heute die Übertragung eines mit einer Digitalkamera aufgenommenen Passbildes etwa eine Minute via Handy dauert, werden GPRS-Telefone diese Aufgabe in wenigen Sekunden bewältigen. Es können dann sowohl Bilder von einer digitalen Kamera oder Fotos aus einer Datenbank verschickt werden.

Last but not least könnte GPRS auch gravierend die politischen Prozesse verändern. Unter der Voraussetzung, dass durch eine ausgereifte Technik absolute Datensicherheit gewährleistet werden kann (digitale Signatur), könnte es auch Volksabstimmungen über das Handy geben - es würde sozusagen ein Chat-room für politische Entscheidungen eingerichtet werden. GPRS könnte somit die Abwicklung von Wahlen einfacher und billiger machen.

mobilkom-Kooperation mit den Herstellern

mobilkom austria hat alle in Frage kommenden Systemlieferanten eingeladen, einen GPRS-Testbetrieb durchzuführen. Dabei werden die Funktionen der Netzelemente und das Zusammenwirken mit dem A1 Netz geprüft. Der erste Testbetrieb wird derzeit mit der Firma Motorola erfolgreich abgewickelt.

Die Einführung von GPRS erfordert sowohl zusätzliche Funktionen im Funknetz als auch den Aufbau eines neuen GPRS-fähigen Transportnetzes parallel zum bestehenden GSM-Netz. Es wird somit das bestehende Funknetz mit den Funktionen von GPRS aufgerüstet.

Der Fahrplan für GPRS in Österreich

Seit November führt mobilkom austria mit Motorola einen GPRS Feldversuch durch, bei dem die GPRS-Funktionalitäten im Wiener Arsenal und im Raum Wiener Neustadt getestet werden. Mit weiteren Systemlieferanten sind Tests geplant.

In der ersten Jahreshälfte 2000 wird es ein Pilotprojekt mit Friendly Customer geben. Die kommerzielle Einführung des revolutionären Standards ist für Juli 2000 geplant.

Die Auswahl des GPRS-Lieferanten für mobilkom wird unter Berücksichtigung der Testerfahrungen im Zuge eines Ausschreibungsverfahrens Anfang 2000 getroffen werden.

(Siehe auch APA/AOM - Original Grafik Service - Grafik Nr. 0211-1199 und Nr. 0212-1199 - verfügbar ab ca. 15.00 Uhr)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

MOBILKOM AUSTRIA AG
Ing. Martin Bredl,
Communications,
Tel: (1) 331 61-2700

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NMO/OTS