Sallmutter: Tancsits verbreitet völlig falsche Fakten

Völlig unrichtige Darstellung der GPA-Position zum Abfertigungsrecht

Wien (GPA/ÖGB). Hans Sallmutter weist die von ÖAAB-Generalsekretär Walter Tancsits verbreitete falsche Darstellung seiner Position zum Abfertigungsrecht entschieden zurück. "Ich würde mir von Herrn Tancsits erwarten, dass er sich über die Grundsätze und Forderungen der GPA (Gewerkschaft der Privatangestellten) informiert, bevor er für sich in Anspruch nimmt, meine vermeintlichen ‚Wünsche‘ zu kennen und via Presseaussendungen seine absolut unhaltbaren Kommentare abgibt", kommentiert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten die gestrigen Äußerungen Tancsits zur Abfertigungsfrage.++++

Die GPA-Forderung zur Modernisierung des Abfertigungsrechtes ist keineswegs Inhalt eines Geheimpapiers sondern liegt seit dem letzten GPA-Gewerkschaftstag als Beschluss am Tisch und richtet sich entschieden gegen die Umwandlung der Abfertigung eine Pension: Die Einbringung der Abfertigungsansprüche in eine Pensionskasse wäre die Einführung einer Zusatzpension ausschließlich aus Beiträgen der ArbeitnehmerInnen, die ihren ‚Entgeltsanspruch Abfertigung‘ verlieren würden. Darüber hinaus würden so die im Pensionskassengesetz vorgesehenen Arbeigeberbeiträge für Pensionen entfallen und damit eine eindeutige Umgehung des Pensionskassengesetztes vorliegen. Sehr wohl tritt die GPA hingegen für die Schaffung von Abfertigungskassen durch anspruchsdeckende Rückstellungen der Arbeitgeber ein um die Sicherung des Abfertigungsanspruches für alle ArbeitnehmerInnen sicherzustellen. Die Abfertigung ist nach wie vor als finanzielle Überbrückungshilfe und Unterstützung im Falle der Arbeitslosigkeit notwendig, eine Umwandlung in eine Pension würde diese Funktion beseitigen und wäre daher für die ArbeitnehmerInnen völlig unzumutbar. Der durch die Verlagerung der Abfertigung in eine Pensionskasse entstehende Einkommensverlust und der damit verbundene Kaufkraftverlust dieser Personengruppe, würden darüber hinaus negative volkswirtschaftliche Konsequenzen erwarten lassen. "Dass der ÖAAB dem sich vollziehenden Wandel der Arbeitswelt nicht Rechnung tragen will und die Abfertigung bei Kündigung durch den Dienstnehmer für nicht machbar hält, entlarvt das Rucksackmodell Tancsits´ als Mogelpackung", so Sallmutter und schließt: "Hier beteiligt sich ein Vertreter der ArbeitnehmerInnen daran, den Rucksack an Erschwernissen für die Beschäftigten noch voller zu packen".

ÖGB, 23. November 1999 Nr. 566

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