Land verstärkt Kampf gegen Tuberkulose

Schausberger und Buchleitner stellen Verordnung für Reihenuntersuchungen vor

Salzburg (OTS) - Jüngste Berichte über
Tuberkuloseerkrankungen haben neuerlich für
Verunsicherung in der Bevölkerung gesorgt.
Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger und Landeshauptmann-Stellvertreter Gerhard Buchleitner
stellten daher heute, Dienstag, 23. November, einen Verordnungsentwurf für die Durchführung von
Reihenuntersuchungen gegen die tödliche
Infektionskrankheit vor. Für den Gesundheitsreferenten
Gerhard Buchleitner, in dessen Ressort bereits seit
längerer Zeit an einer derartigen Regelung gearbeitet
wird, hat diese Maßnahme einen wichtigen präventiven
Stellenwert: Wenige Risikogruppen sind besonders häufig
betroffen. Mit der Reihenuntersuchung wird daher ein
wichtiger gesundheitspolitischer Fortschritt erzielt."

Es sei aber keinesfalls zielführend, TBC-Untersuchungen
nur in Schulen mit hohen Ausländeranteilen
durchzuführen, erklärte Landeshauptmann Dr. Franz
Schausberger. Damit würde unterschwellig suggeriert,
dass ausschließlich die Ausländerkinder zur Risikogruppe
zählen. Damit würden bei den Eltern österreichischer
Kinder an diesen Schulen Besorgnisse erweckt, die
keinesfalls berechtigt sind, so der für das Schulwesen ressortzuständige Landeshauptmann.

Die neue Verordnung konzentriert sich auf
Bevölkerungsgruppen mit einem besonders hohen TBC-
Risiko, die bisher noch nicht lückenlos einem
Lungenröntgen unterzogen werden können. "Dazu zählen
Fremde aus Ländern mit einer hohen Tuberkulosehäufigkeit
ebenso wie besonders gefährdete österreichische Staatsbürger/innen, erläuterte der Gesundheitsreferent.
Die Kosten dieser Präventivmaßnahme werden sich pro Jahr
auf rund 1,2 Millionen Schilling belaufen. "Im Vergleich
zu den Aufwendungen für einen einzelnen TBC-Fall ist
diese Summe aus gesundheitspolitischer Sicht absolut gerechtfertigt", ist Buchleitner überzeugt.

Nach den letzten verfügbaren Daten aus dem Jahr 1997
erkrankten 77 Personen in Salzburg an TBC. In ganz
Österreich wurden 1.366 Fälle von Tuberkulose
registriert. "Es besteht jedoch kein Grund zu
übertriebener Besorgnis, da die Fallzahlen im Jahr 1998
auf österreichweit 1.226 zurückgegangen sind", betonte
Buchleitner abschließend.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65

Landespressebüro Salzburg

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SBG/SBG