Wiener Gemeinderat (13)

Geschäftsgruppe Gesundheits- und Spitalswesen

Wien, (OTS) GR Mag. Alexandra Bolena (LIF) meinte, eine Gesundheitsdebatte um 22 Uhr sei ungesund. Sie bedauerte, dass die gesundheitspolitische Kommission heuer nur einmal getagt habe. Es habe in dieser Kommission interessante Debatten, aber keine Ergebnisse gegeben. Gegen Reformansätze zeige sich häufig ein reflexartiger Widerstand. Man müsse die Fragen stellen, welche Leistungen und mit welchem Effekt sollen erzielt werden, und, wie können Mittel optimal eingesetzt werden.

Es sei nicht möglich gewesen, im Ausschuss über das Gesundheitsbudget zu reden, bedauerte GR Alessandra Kunz (G). Das Zahlenwerk sei unüberschaubar. In den Pflegeheimen gebe es nach
wie vor menschenunwürdige Zustände. Es sei unmöglich, ein Viertel der Betten in den Pflegeheimen abzubauen, um die gewünschte Anzahl an Pflegepersonen pro Bett zu erreichen. Die Rednerin kritisierte, dass Patienten in den Hospizanstalten 80 Prozent ihres Einkommens bezahlen müssten, das sei diesen Menschen nicht zuzumuten.

Zur Budgetproblematik erinnerte GR Dr. Rüdiger Stix (ohne Klubzugehörigkeit), dass im Rahmen der Kameralistik vieles verschleiert werden könne. Er sprach sich für eine größere Kostentransparenz im Gesundheitswesen aus.

Ihre Vorredner hätten vergessen, dass es tausende Patienten gebe, die die Gesundheitsheitseinrichtungen gesund und geheilt verlassen können, sagte GR Maria Hampel-Fuchs (ÖVP). Es gebe leider die falsche Erwartungslage, dass die heutige Medizin alles können müsse. Die Ausgliederung des Krankenanstaltenverbundes sei richtig. Wegen partikulärer Interessen komme im Gesundheitsbereich die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung viel zu kurz. Ebenso verhalte es sich bei den Gastpatienten, die aus dem Umland die Wiener Spitzenmedizin in Anspruch nehmen. Hier solle man länderübergreifend denken. Der Gesundheitsbericht zeige, dass schon viel Positives erreicht worden sei, etwa beim Impfprogramm. Der "Betreuung Daheim" sollte Vorrang eingeräumt werden, außerdem sei diese Betreuungsform viel billiger als in den Pflegeheimen.
Die Pflegebetreuung habe vor allem deswegen zugenommen, weil die Menschen heute viel älter und damit pflegebedürftiger werden als früher. (Forts.) fk/sp

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