Neue "Kärntner Tageszeitung" - Es geht um Perspektiven

Ausgabe vom 23.11.1999

Klagenfurt (OTS) - Was am 7. März und dann am 3. Oktober geschehen ist, haben nicht so tief schürfende Analysen erklärt, sondern zeigen erst die Ereignisse der letzten Tage. Jetzt ist all das endgültig blank gelegt, was man bisher nicht wahrhaben wollte. Da ziehen zwar noch einige, aber der gemeinsame Strang ist längst abhanden gekommen.

In Kärnten ist voll aufgebrochen, was auch andernorts schwelt. Bei uns ist es nur deshalb früher und radikaler aufgeborchen, weil wir den Haider haben. Und wer sagt uns schon, ob ihn nicht demnächst ganz Österreich haben wird? Aber Haider ist nicht das Problem der Sozialdemokraten, weil er so gut ist, dass ihm nicht zu begegnen wäre, sondern weil die SPÖ nicht weiß, wie sie sich selbst begegnen soll.

Die Frage ist ja nicht die, ob Parteireformen ja oder nein, also eine Frage zwischen "Betonierern" und "Neuerern", zwischen "Bösen" und "Guten" - das wäre eine völlig verkürzte Problemsicht, es ist die Frage nach einer Gesellschaftsreform. Klimas Reformpapier ist der ernsthafte Versuch, jenen Strang zu knüpfen, an dem dann auch gezogen werden kann.

Die Auseinandersetzung, um die es dabei - auch verkürzt benannt -geht, ist eine zwischen Regulierung und Deregulierung. Hier geht´s um nicht weniger als den Markt, das Soziale, den Informationszugang. Es geht um Perspektiven. Die Sozialdemorkatie ringt nicht nur in Kärnten, nicht nur in Österreich, sondern europaweit um Perspektiven, die wieder gemeinsame werden können.

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