"Kleine Zeitung" Kommentar: "Für die Katz" (von Dr. Ullrich Stocker)

Ausgabe vom 23.11.1999

Graz (OTS) - Die Sondierungen, von Bundespräsident Thomas Klestil als Vorspiel für die Regierungsbildung erfunden, sind in einer Sackgasse angelangt. Die SPÖ kann und will nicht mit der FPÖ, der Wunschpartner ÖVP findet und erfindet immer neue Gründe, warum es mit der Klima-Partei nicht gehe. Möglichst viel unterbringen, damit kein weiterer Termin notwendig ist - mit dieser Einstellung ging die SPÖ in die zweite Runde mit der FPÖ.

Deutlicher ist kaum auszudrücken, dass das Treffen von vornherein nur als lästige Pflichtübung absolviert wurde. Ein Paarlauf wird da erwartungsgemäß nicht herauskommen. Das ist aber das gute Recht der SPÖ. Eine gemeinsame Regierung bedeutet weit mehr als miteinander reden können. Voraussetzung sind die Einigung über ein Sachprogramm und ein Vertrauensverhältnis der handelnden Spitzenpolitiker.

Aber hinsichtlich der VP zeichnet sich trotz eines intensiven Liebeswerbens ebenfalls ab, dass diese notwendige Basis fehlt. Durchs Reden kommen die Leut' zusammen, sagt der Volksmund. Für den Paarlauf einer Regierung zeichnet sich aber eher die Weisheit ab, dass die vielen Gesprächsrunden für die Katz sind. ****

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